Beifuß als Hitze- und Trockenheitsexperte

Beifuß bei der Hitzeabwehr
Beifuß bei der Hitzeabwehr
Der Gewöhnliche Beifuß (Artemisia vulgaris L.) zeigt sich auf diesem sandigen Trockenrasen als gut angepasst an Stress durch Hitze und Trockenheit. Der Pflanze aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) ist es auf dem Foto zu warm und zu trocken. Also rollt sie ihre Blätter ein. Damit wird die Oberfläche und Verdunstung verkleinert. Und als zweite Maßnahme streckt sie der Sonne vor allem die silbrige Unterseite ihrer Blätter entgegen

Die silbrige Seite reflektiert Sonnenlicht besser als die dunkelgrüne Blattoberseite. Damit betreibt der Gewöhnliche Beifuß aktiv Temperatureduzierung. Bei Bäumen sind Temperaturreduktionen von 1-3 Grad durch das „Zeigen der silbrigen Unterseite“ gemessen worden.

Die giftige Heilpflanze ist in der Küche unbedenklich als herbes Gewürz z.B. in Suppen oder Eintöpfen verwendbar. Schwangere sollten aber Vorsicht walten lassen: Beifuß kann die Menstruation bzw. einen Abort auslösen.

Mehrere Schmetterlingsarten nutzen Artemisia vulgaris als Nektar- und Raupenfutter-Pflanze.

Synonyma nach https://www.floraweb.de/php/artenhome.php?name-use-id=618
Syn.: Artemisia vulgaris subsp. coarctata (Forselles) Lemke & Rothm. ex Ameljcz., nom. inval.
Syn.: Artemisia vulgaris subsp. vulgaris
Syn.: Artemisia vulgaris var. coarctata (Forselles) Hegi

Das Foto entstand auf einer kleinen Trockenrasen-Fläche in der Nähe der Bushaltestelle Gedenkort in der Rendsburger Landstraße in Kiel.

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