Wildschwein, Sus scrofa: Wühlstelle auf Waldweg

Wühlstelle von Wildschweinen, Sus scrofa
Wühlstelle von Wildschweinen, Sus scrofa
Das Foto zeigt eine Wühlstelle (Suche) des Wildschweines (Sus scrofa) auf einem Waldweg im Segeberger Forst. Der in ganz Europa vorkommende Paarhufer ist vor allem durch menschliches Aussetzen fast weltweit verbreitet. Wildschweine sind Allesfresser und enfalten bei der Nahrungssuche auch umfangreiche Grabetätigkeiten.
Diese kleine Wühlstelle auf einem Nebenweg des Mischwaldes lässt erahnen, wie umfangreich die Einwirkungen von Wildschweigen auf die Landschaftsgestalt sein können.

Selbst diese kleine Grabetätigkeit führt auf dem Weg zu temporärer Pfützenbildung. In Privatgärten und in der Landwirtschaft werden durch Nahrungssuche teils erhebliche Schäden durch Wildschweine verursacht.

Aufgenommen wurde das Foto im Segeberger Forst zwischen Hartenholm und Heidmühlen in Schleswig-Holstein. Vor allem Nadelgehölze (Gewöhnliche Kiefer (Pinus sylvestris L.), Gewöhnliche Fichte (Picea abies (L.) H. Karst. ) und Europäische Lärche (Larix decidua Mill.) prägen das Waldbild. Das begünstigt die weitere Versauerung der Böden.

In den letzten Jahrzehnten kamen mehr Laubbäume (Rot-Buche (Fagus sylvatica L.), Stiel-Eiche (Quercus robur L.) u.a. zur Neupflanzung, sodass sich der Gesamtwald stärker in Richtung Mischwald entwickelt. Außerdem gibt es „teilweise forstwirtschaftlich ungenutzte, mehr oder weniger verinselt liegende Altwaldparzellen heimisch-bodenständiger Buchen-Eichenmischwälder mit reichlich Alt- und Totholzvorkommen auf Altmoränenstandorten im Norden des Segeberger Forstes“ (Zitat BfN). Der saure Sandboden hat als prägende kleinwüchsige Arten u. a. Heidekraut (Calluna vulgaris (L.) Hull) und Heidelbeere (Vaccinium myrtillus L.).

Seit 2023 beherbergt der Segeberger Forst ein Wolfrudel (Canis lupus). Der Kolkrabe (Corvus corax) ist Brutvogel und regelmäßig zu beobachten oder zu hören.

Links

BfN: Altwaldbestände im Segeberger Forst