Ein lebendiger Wald behält seine toten Bäume

Abgestorbener Baum im Vieburger Gehölz
Abgestorbener Baum im Vieburger Gehölz
Ein gesunder Wald behält auch seine toten Bäume. Abgestorbene Bäume sind nur scheinbar nutzlos. Sie erfüllen im Naturkreislauf viele Funktionen. So stellen sie einen Wasserspeicher dar und spenden Schatten, was den (u.a. jungen) anderen Pflanzen zugute kommt. Für die Naturverjüngung von Wäldern sind sie elementar wichtig. Auch bilden die über viele Jahre stattfindenden differenzierten Zersetzungsprozesse zahlreichen Tieren, Pflanzen und Pilzen u.a. Lebensraum, Nistraum (z.B. für Fledermäuse oder Spechte) und Nahrung.
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Robert Eduard Prutz: Wo sind die Lerchen hingeflogen

Robert Eduard Prutz
(* 30. Mai 1816 in Stettin bis † 21. Juni 1872 Stettin)

Wo sind die Lerchen hingeflogen

Wo sind die Lerchen hingeflogen,
die sonst den jungen Tag begrüßt?
Hoch schweben sie am Himmelsbogen,
von Morgenlüftchen wach geküßt:
Es floß ein Regen süßer Lieder
herab auf die beglückte Welt,
und alle Herzen tönten wieder,
und jedes fühlte sich ein Held.
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Elmschenhagen: Regen über Gaarden, Vieburg…

Blick von Elmschenhagen auf Regen in Gaarden, Vieburg...
Blick von Elmschenhagen auf Regen in Gaarden, Vieburg…
Vor ein paar Tagen: Blick von Elmschenhagen auf Regen in Gaarden, Vieburg…
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Joseph Freiherr von Eichendorff: Nachtigall

Joseph Freiherr von Eichendorff

Nachtigall

Nach den schönen Frühlingstagen,
Wenn die blauen Lüfte wehen,
Wünsche mit dem Flügel schlagen
Und im Grünen Amor zielt,
Bleibt ein Jauchzen auf den Höhen;
Und ein Wetterleuchten spielt
Aus der Ferne durch die Bäume
Wunderbar die ganze Nacht,
Daß die Nachtigall erwacht,
Von den irren Widerscheinen,
Und durch alle sel’ge Gründe
In der Einsamkeit verkünde,
Was sie alle, alle meinen:
Dieses Rauschen in den Bäumen
Und der Mensch in dunklen Träumen.

Ferdinand Freiligrath: Aus dem Schlesischen Gebirge

Ferdinand Freiligrath
(* 17. Juni 1810 in Detmold; † 18. März 1876 in Cannstatt)

Aus dem Schlesischen Gebirge

„Nun werden grün die Brombeerhecken;
Hier schon ein Veilchen – welch ein Fest!
Die Amsel sucht sich dürre Stecken,
Und auch der Buchfink baut sein Nest.
Der Schnee ist überall gewichen,
Die Koppe nur sieht weiß ins Tal;
Ich habe mich von Haus geschlichen,
Hier ist der Ort – ich wag’s ein einmal:
Rübezahl!
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Catharina Regina von Greiffenberg: Über die Nachtigal

Catharina Regina von Greiffenberg
(* 7. September 1633 † 10. April 1694)

Über die Nachtigal

1.

Hört der holden Nachtigall
süssen Schall
durch den Busch erschallen:
sie will / durch ein Kling-Gedicht
ihre Pflicht
ihrem Schöpffer zahlen.
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