Maria Luise Weissmann: Gesammelte Dichtungen | Der Dirigent Etté

Maria Luise Weissmann
(* 20. August 1899 in Schweinfurt bis † 7. November 1929 in München)

Der Dirigent Etté

              unvollendet

Georg war mit großer Spannung der Einladung Gustavs gefolgt – er hatte, zum Teil aus Sparsamkeit und zum Teil aus seiner inneren Schwerfälligkeit es unterlassen, sich eine Karte zu verschaffen. Nun war er froh und erleichtert, so gleichsam zwangsläufig diesen Menschen sehen zu können, von dessen Ruhm und Talent seine Bekannten sich hingerissen unterhielten.
Etté war kurz und von gedrungenem Körperbau. Er hatte nichts von dem, was Georg das Musikalische eines Gesichtes oder einer Gestalt zu nennen pflegte. Es gehörte für ihn etwas… dazu. Etté hatte ein breiteres heiteres und sehr klares Gesicht unter einer Bürste blonden, an den Schläfen ein wenig gelockten Haares.
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Gedenkstein für Selma Lagerlöf in Kiel

Gedenkstein für Selma Lagerlöf im Alten Botanischen Garten in Kiel
Gedenkstein für Selma Lagerlöf im Alten Botanischen Garten in Kiel
Anässlich des 140. Geburtstages von Selma Lagerlöf (* 20. November 1858 † 16. März 1940) wurde 1998 in Kiel eine Gedenktafel für die schwedische Schriftstellerin aufgestellt. Die Granit-Tafel befindet sich im Alten Botanischen Garten direkt am Literaturhaus.
Auf der Tafel ist auch das Jahr der Verleihung der Ehrendoktorwürde an die schwedische Schriftsstellerin vermerkt: 1932.
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Maria Luise Weissmann: Gesammelte Dichtungen | Der Deutsche in der Landschaft

Maria Luise Weissmann
(* 20. August 1899 in Schweinfurt bis † 7. November 1929 in München)

Der Deutsche in der Landschaft

Es hat – aus einem Bund mit den reinsten Vorkämpfern für Würde und Geltung des Dichterischen – sich dem Verlag der Bremer Presse eine große und sehr kenntlich gegen die Zeit begrenzte Aufgabe ergeben. Eine Aufgabe, in Leistung mittlerweile umgewandelt, die aus dieser Zeit emporsteigt als ein Berg Ararat: Beweis und sichere Verheißung ewiger Fundamente.
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Kiel: Öffentlichkeitsbeteiligung Vorentwurf 43. Änderung des Flächennutzungsplanes und Bebauungsplan Nr. 1034 Meimersdorfer Höhen

Vorentwurf 43. Änderung des Flächennutzungsplanes und Bebauungsplan Nr. 1034 Meimersdorfer Höhen
Vorentwurf 43. Änderung des Flächennutzungsplanes und Bebauungsplan Nr. 1034 Meimersdorfer Höhen
Öffentlichkeitsbeteiligung Vorentwurf 43. Änderung des Flächennutzungsplanes und Bebauungsplan Nr. 1034 Meimersdorfer Höhen

Alle Kieler:innen und sonstige Interessierte / Betroffene, Vereine, Unternehmen… können vom 18. Juni bis zum 18. Juli 2025 ihre Stellungnahme (Anregungen, Einwendungen, Widersprüche) zum Bebaungsplan schriftlich z.B. per E-Mail einreichen oder mündlich zur Niederschrift beim Stadtplanungsamt vortragen.
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Maria Luise Weissmann: Gesammelte Dichtungen | Das Werk Rudolf Alexander Schröders

Maria Luise Weissmann
(* 20. August 1899 in Schweinfurt bis † 7. November 1929 in München)

Das Werk Rudolf Alexander Schröders

Das Werk Rudolf Alexander Schröders ist von der edlen Struktur des Kristalls, völlig rein in sich selbst, so wahrhaftigen Seins, daß nur im heilig-klärenden Prozeß des Feuers ein zu ihm selbst Verwandeltes ihm Zuwachs bringen kann. Den Zuwachs, der, dem Kern an Dichte gleich, organisch ihm verschmelzend, unlösbar mit der Urform sich verbindend, sie fortsetzt, steigert, variiert, – niemals aber aus ihr entlassen werden kann. Es ist demnach bei dem Versuch, von einem solchen Werk zu reden, die Linie einer Entwicklung nicht aufweisbar. Seine einzelnen Teile folgen einander, durch keine chronologische Beziehung unter sich verbunden: die Daten ihrer Entstehung sind künstlerisch ohne Belang. Alfred Walter Heymel hat um die Jahrhundertwende die Herausgabe von Dichtungen Schröders als Privatdruck bei der „Insel“ veranlaßt; Drucke, die in ihrer Seltenheit heute beinahe unzugänglich geworden sind. Was damals für einen begrenzten Freundeskreis oder in exclusiven Jahrbüchern erschien, begegnet uns heute ab und zu in einer Zeitschrift: in einem Heft des „Inselschiffes“ von 1928 etwa Sonette „An die Sixtinische Madonna“ – Gedichte, die 1909 das Jahrbuch „Hesperus“ gebracht hat. Zwei Jahrzehnte haben diesen Gedichten nichts anhaben können und es gilt zu bedenken, daß sie gefährlicher sein können als zwei Jahrhunderte. Schröders Gedichte stehen zeitlos innerhalb wie außerhalb des Werkes, aber sie sind zugleich voll einer Atmosphäre, die immer noch die unsre ist, die mehr als je die unsre ist; sie sprechen uns auf die persönlichste Weise an, sie haben den Reiz, den tiefgründigen Reiz des neu Gesehenen, des erstmals Dargestellten – sie haben diesen Reiz heute wie sie ihn damals hatten. Sie haben keine Schule gemacht, was, anders ausgedrückt, besagen will, daß die Empfänglichkeit für ihr Besonderes, ihr Einziges uns rein erhalten blieb; das literarische Können der Zeit fand keine Gelegenheit, hier „Technisches“ seinem Handgelenk zu assimilieren so wie es, innerhalb seiner begrenzten Möglichkeiten, George und Rilke sich assimilierte. Von dem, was an Schröders Gedichten dieser Gefahr widerstand, wird noch die Rede sein.
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Rainer Maria Rilke: Das Karussell

Rainer Maria Rilke
(* 4. Dezember 1875 in Prag bis † 29. Dezember 1926 im Sanatorium Valmont bei Montreux, Schweiz)

Das Karussell

Jardin du Luxembourg

Mit einem Dach und seinem Schatten dreht
sich eine kleine Weile der Bestand
von bunten Pferden, alle aus dem Land,
das lange zögert, eh es untergeht.
Zwar manche sind an Wagen angespannt,
doch alle haben Mut in ihren Mienen;
ein böser roter Löwe geht mit ihnen
und dann und wann ein weißer Elefant.
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