jauche – arten – zwiebel

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Allium cepa, Küchenzwiebel

Autor: Ralf Gutzki

Zwiebelschalenaufguß schützt Obst und Gemüse:
Für den Zwiebelschalenaufguß läßt man 50 Gramm Zwiebelschalen in einem halben Liter Wasser gut aufkochen und danach abkühlen. Sind nicht genug Zwiebelschalen zur Hand, so kann man Blätter der Schwarzen Johannisbeere, Sauerampfer oder Knoblauchabfälle dem Aufguß untermischen.
Verwenden kann man den Aufguß für folgende Arten:
– Gegen Spinnmilben (Rote Spinne)
– an (Obstbäumen, Bohnen, Gurken und Tomaten, wozu man die befallenen Pflanzen mit unverdünntem Aufguß besprüht.
– Zum wirksamen Schutz vor Lagerfäule den Aufguß unverdünnt über das Lagerobst gießen. Das Obst hält dann wesentlich länger und bleibt vor Fäulen verschont. Der Zwiebelgeruch wird dabei nicht angenommen, sondern verschwindet nach zwei bis drei Wochen. Der Aufguß erhält seine Wirkung, solange man den Zwiebelgeruch wahrnimmt.
Zwiebelschalenjauche:
Zwiebelschalen und andere Zwiebelabfälle gibt es in jedem Haushalt. Werden sie sorgfältig gesammelt, kann sich jeder auf einfachste Weise eine Zwiebelschalenjauche herstellen. Dazu nimmt man ein Pfund Zwiebelschalen, setzt diese in fünf Liter Wasser an und läßt sie fünf bis sieben Tage zum Vergären stehen.
Verwenden kann man diese Jauche in folgenden Fällen:
– Gegen Grauschimmel an Erdbeeren in der Verdünnung 1:10 über die Pflanzen gießen.
– Zum Abhalten der Möhrenfliege die Möhrenreihen mit im Verhältnis 1:20 verdünnter Jauche übersprühen.
– Zur Vorbeugung gegen die Kraut-und Knollenfäule der Kartoffeln die Jauche im Verhältnis 1:10 über den Boden gießen.
– Zur Vorbeugung und Kräftigung gegen Pilzbefall an Obstbäumen wird die Jauche ebenfalls im Verhältnis 1:10 über die Baumscheiben gegossen.
– Gegen die Blattfallkrankheit an Beerensträuchern werden die Sträucher mit der unverdünnten Jauche überspritzt.

Gregor Dietrich

Gregor Dietrich ist seit der Kindheit begeisterter Pflanzensammler und Tierzüchter. In seinem Biologiestudium verlegte er sich auf systematische Botanik.

Zur Zeit ist er als Redakteur des Magazins GARTEN-haus bei der Österreichischen Gartenbau-Gesellschaft angestellt und freier Mitarbeiter der Arbeitsgruppe Flora von Österreich.

Einige der Veröffentlichungen auf planten.de:
Essbare Beikräuter
Aquarienpflanzen von drinnen nach draussen und umgekehrt
Pflanzen: Einwanderungsproblematik
Botanik: Namensgebung
Botanik: Systematik
Unkraut – was ist das?
Botanik: Zapfen
Gattungsbeschreibung Adonis
Bestimmungsschlüssel für Wildakeleien Mitteleuropas
Seerosen: Familienbeschreibung

Gemüse – Kürbis

Eine Familie stellt sich vor: Kürbisgewächse

Autor: Gregor Dietrich

Informieren Sie sich darüber, was die Verwandtschaft des Kürbisses noch so alles zu bieten hat.

Die Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae) enthält ca. 120 Gattungen und 800 Arten. Meist sind es einjährige Kräuter oder Stauden, selten Halbsträucher oder ein kleiner Baum. Die meisten Arten ranken. Die Blüten sind meist eingeschlechtlich und gelb, grünlich, selten weiß und noch seltener rot gefärbt. Bitterstoffe sind in der Familie häufig und wurden bei den Kulturarten weggezüchtet. Die Familie wird in mehrere sogenannte Triben, Gattungsgruppen, unterteilt.
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Forums-AutorInnen

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  • Bärbel
  • Elisabeth
  • Ira
  • Karin
  • Maria, Kiel
  • Nanny
  • Punga
  • siebenschläfer
  • Tolmiea
  • Zorro

Botanik – Samen

Samen – was ist das?

Autor: Gregor Dietrich

Wo sind die Samen einer Pflanze zu finden? Wie unterscheiden sie sich von ganzen Früchten? Über die Natur der Samen.

Was man aussät, so die landläufige Meinung, seien Samen. Nun ja, oft stimmt das auch. Von Mohn, Rettich, Kohl, Paradeiser, Kürbis, Schwarzkümmel und vielem Anderen säen wir nur die Samen. Bei Karotte, Kümmel oder Petersil sind es jedoch Teilfrüchte, bei Sonnenblume, Tagetes oder Mais ganze Früchte.

Was also sind Samen? Wenn wir eine Blüte näher betrachten, so finden wir eine Reihe unterschiedlicher Blütenblätter: Kelchblätter schützen die Knospe, Kronblätter locken Bestäuber, Staubblätter sind die männlichen Geschlechtsorgane, Fruchtblätter die weiblichen. Aus den Fruchtblättern entwickeln sich Früchte. Diese enthalten die Samen, die aus einem Embryo und Nährgewebe (analog dem Dotter bei Tieren) bestehen. Aber nicht jede Frucht gibt die Samen frei, wie das die Früchte von Bohne, Mohn oder Raps tun. Schließfrüchte halten die Samen zurück. Stachelbeeren oder Paradeiser sind gute Beispiele. Aber nicht jede Schließfrucht muß ein Fruchtfleisch haben. Trockene Schließfrüchte nennt man Nüsse. Hier sind die Fruchtblätter oft verholzt (Haselnuß, Sonnenblume), können aber auch zu einem dünnen, trockenen Häutchen reduziert sein (Mais, Weizen, Reis). Bei den Nüssen besteht das Saatgut also aus ganzen Früchten.
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Gehölze – Stadtbaum

Armer Stadtbaum

Autor: Gregor Dietrich

Wohl kaum ein grünes Thema wird so emotional diskutiert wie die Straßenbäume.

Um Stadtbäume wird seitens der Bevölkerung mit Eifer gekämpft. Starker Baumschnitt läßt bei den zuständigen Stellen die Telefone heißlaufen, Fällungen führen rasch zu Protestaktionen. Oft sind sie unberechtigt, aber durchaus nicht immer. Manche Baumschnittmaßnahmen sind wirklich sehr brutal. Fällungen werden hingegen selten unnötigerweise durchgeführt. Auch ist es nicht immer sinnvoll, einen alten, verletzten Baum zu sanieren, wenn ein junger schneller und besser seine Funktion erfüllt. Soll z.B. eine Feuermauer abgedeckt werden, so führt ein junger, kräftig wachsender Baum schneller zum Erfolg als wenn ein alter beschädigter Baum soweit saniert wird, daß er wieder groß und dicht genug werden kann. Wo der Baum keine Deckungsfunktion hat, ist es dagegen oft besser, einen alten Baum zu sanieren. Zwar ist das teurer, aber alte Bäume waren schon immer Symbol des Lebens und werden von uns als etwas besonderes und esthetisches empfunden. Aber trotzdem ist es nicht immer möglich. Weichhölzer, wie Weiden oder Pappeln, können schon in gesundem Zustand bei heftigem Wind leicht Äste verlieren und dadurch eine Gefahr darstellen. In Deutschland werden nach einer Flut von Klagen wegen Schäden durch herabfallende Äste kaum mehr Pappeln gepflanzt. Bei alten Bäumen, vor allem wenn sie durch verschiedene Pilze teilweise morsch sind, ist Astbruch auch bei Harthölzern häufig und stellt durch das höhere Gewicht der Äste auch eine höhere Gefahr dar. Alte Bäume wie Weichhölzer erfordern daher einen höheren Pflegeaufwand, sind also teurer.
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