Hans Schiebelhuth: Die Sternbaumsäge

Hans Schiebelhuth
(* 11. Oktober 1895 in Darmstadt bis † 14. Januar 1944 in East Hampton, New York)

Die Sternbaumsäge

Am Sternbaum wurde merklich gesägt.
Wer weitergeht wird erschossen!
Gehn Sie nicht weiter,
Sie werden erschossen.
Obschon ich nicht weiter ging,
ich wurde erschossen.
Nichts war zu tun,
denn Preußen sind mal so.
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Gertrud Kolmar: Du

Gertrud Kolmar
(geboren am 10. Dezember 1894 in Berlin; ermordet Anfang März 1943 in Auschwitz)

Du

Du. Ich will dich in den Wassern wecken!
Du. Ich will dich aus den Sternen schweißen!
Du. Ich will dich von dem Irdnen lecken,
Eine Hündin! Dich aus Früchten beißen,
Eine Wilde! Du. Ich will so vieles –
Liebes. Liebstes. Kannst du dich nicht spenden?
Nicht am Ende des Levkojenstieles
Deine weiße Blüte zu mir wenden?
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Stellungnahme des BUND SH zur Änderung des Landeswassergesetzes

Pressemitteilung des BUND S-H
Kosten im Umgang mit Wasser müssen Verursacher tragen – nicht die kommenden Generationen!

BUND SH fordert Nachbesserungen am geplanten Gesetz zur Änderung des Landeswassergesetzes und anderer wasserrechtlicher Vorschriften
Verpflichtende Wiedervernässung von Moorböden, sachgerechte Bewirtschaftung der Niederungsböden
Hafenbau nur mit Umweltprüfung
Vollständige Messung der Wasserentnahme und gerechte Gebühren
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Hans Schiebelhuth: Frohvogel

Hans Schiebelhuth
(* 11. Oktober 1895 in Darmstadt bis † 14. Januar 1944 in East Hampton, New York)

Frohvogel

Mein Frohvogel war mir entflogen,
Gar traurig schien da die Welt.
Erst dacht‘ ich, er hat nur verzogen
Und kommt wieder, sobalds ihm gefällt.
Doch war und blieb er verschwunden;
So lief ich zum Zeitverleih
Und borgte mir zehntausend Stunden,
Ihn suchen, wo er auch sei.
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Rainer Maria Rilke: Ich bin zu Hause zwischen Tag und Traum

Rainer Maria Rilke
(* 4. Dezember 1875 in Prag bis † 29. Dezember 1926 im Sanatorium Valmont bei Montreux, Schweiz)

Ich bin zu Hause zwischen Tag und Traum

Ich bin zu Hause zwischen Tag und Traum.
Dort wo die Kinder schläfern, heiß vom Hetzen,
dort wo die Alten sich zu Abend setzen,
und Herde glühn und hellen ihren Raum.
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