Stefan George: Der Herr der Insel

Stefan George
(* 12. Juli 1868 in Büdesheim bis † 4. Dezember 1933 in Locarno)

Der Herr der Insel

Die fischer überliefern das im süden
Auf einer insel reich an zimt und öl
Und edlen steinen die im sande glitzern
Ein Vogel war der wenn am boden fußend
Mit seinem schnabel hoher stämme krone
Zerpflücken konnte – wenn er seine flügel
Gefärbt wie mit dem saft der Tyrer-schnecke
Zu schwerem niedrem flug erhoben: habe
Er einer dunklen wolke gleichgesehn.
Des tages sei er im Gehölz verschwunden
Des abends aber an den strand gekommen
Im külen windeshauch von salz und tang
Die süße stimme hebend daß delfine
Die freunde des gesanges näher schwammen
im meer voll goldner federn goldner funken.
So habe er seit urbginn gelebt
Gescheiterte nur hätten ihn erblickt.
Denn als zum erstenmal die weißen segel
Der menschen sich mit günstigem geleit
Dem eiland zugedreht sei er zum hügel
Die ganze teure stätte zu beschaun gestiegen
Verbreitet habe er die großen schwingen
Verscheidend in gedämpften schmerzeslauten.

Nebel an der irischen Westküste – Foto von Jacob Zimmermann

Im Nebel an der irischen Westküste - Foto von Jacob Zimmermann
Im Nebel an der irischen Westküste – Foto von Jacob Zimmermann
Im Nebel an der irischen Westküste.
Foto von Jacob Zimmermann, Hamburg.

Links im Bild findet sich eine alte Trockenmauer, die zur Sicherung des Hanges gebaut wurde.

Friedrichsorter Strand einen Tag nach der Sturmflut

Strandabschnitt in Friedrichsort nach dem Hochwasser
Strandabschnitt in Friedrichsort nach dem Hochwasser
Die vergleichsweise milde Sturmflut an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste am 14. Oktober hatte ihren Höchststand in den Abend- und Nachtstunden. Das Foto zeigt einen Teil des Strandes in Kiel-Friedrichsort in den späten Nachmittagsstunden des 15. Oktober.
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