Maria Luise Weissmann: Gesammelte Dichtungen | Gustav Meyrink

Maria Luise Weissmann
(* 20. August 1899 in Schweinfurt bis † 7. November 1929 in München)

Gustav Meyrink

              Zu seinem sechzigsten Geburtstag
am 19. Januar 1928

Es ist nicht leicht, den Dank, der dem Dichter Gustav Meyrink abzustatten ist, mit dem äußeren Anlaß eines Geburtstages zu verbinden. Es wäre leichter, ließe sich dem Ereignis dieser sechzigsten Wiederkehr eine zeitliche Bedeutung zuerkennen, ließe sich jener biographische Rückblick anstellen, zu dem sonst die Rundung eines so großen Abschnittes Lebens, einer so schmerzlich-unbedingt größeren Hälfte Lebens den Anlaß gibt. Wer aber, dem Meyrinks Gesicht aufging in einem Gespräch oder aufstieg aus einer Seite des „Golem“ oder sonst eines Buches, wer wollte ihm gegenüber wagen, diese sechzig Jahre allzu ernst zu nehmen? Was können sie bedeuten für einen Menschen, der, so in der Ewigkeit zu Hause wie Meyrink, mit seinen Gestalten durch Jahrhunderte geht, war, wiederkehrt und sein wird, bedingungslos und überlegen?! Ach, es ist nichts- zu wollen mit diesen sechzig Jahren….
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Einfache Schutzmaßnahmen im Meimersdorfer Moor für die Kreuzotter

Kreuzotter-Schutz im Meimersdorfer Moor
Kreuzotter-Schutz im Meimersdorfer Moor
Neben den Böschungen am Nord-Ostseekanal ist in Kiel das Meimeresdorfer Moor ein wichtiger Lebensraum für die Kreuzotter (Vipera berus). Um die scheuen Tiere möglichst nicht zu stören wurde dieses einfache Schild aufgestellt. Es dient auch dem Schutz des Menschen vor Bissen. Diese kommen allerdings sehr selten vor, weil die Kreuzotter sehr scheu ist und bei Gefahr sofort flüchtet. Am ehesten sind Pilz- und Beerensammler:innen sowie in entsprechenden Lebensräumen Arbeitende betroffen.
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Maria Luise Weissmann: Gesammelte Dichtungen | Bücher über Rainer Maria Rilke

Maria Luise Weissmann
(* 20. August 1899 in Schweinfurt bis † 7. November 1929 in München)

Bücher über Rainer Maria Rilke

Die es anging, daß Rilke starb – es hätte alle angehen müssen – die haben in diesen beiden Jahren sich nicht mit seinem Tod vertraut machen können. Sie haben ihn erlitten als einen Verlust, der auf keine Weise auszugleichen oder zu verschmerzen war. Jene auch, denen es nicht beschieden war, von Rilke gekannt zu sein, stehen vor seinem Grab wie Hinterbliebene: stärkster Beweis für Rilkes Dichtertum, daß sie das Werk so wenig trösten kann. Denn immer ist der wahrhafte Dichter, wie überhaupt der schöpferische Mensch, zunächst einmal das Dasein, die Leibwerdung einer tiefen und magisch-wirksamen Kraft. Wo ihre Ausstrahlung erlischt, erlischt auch, uns heute doppelt fühlbar vor allem Gegengewichtigen, ein Vorgang der Beseelung, der Arbeit und Verwandlung am geistigen Gesicht der Zeit.
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Louise Aston: Lied einer schlesischen Weberin

Louise Aston (1814-1871)

Lied einer schlesischen Weberin

Wenn’s in den Bergen rastet,
Der Mühlbach stärker rauscht,
Der Mond in stummer Klage
Durch’s stille Strohdach lauscht;
Wenn trüb die Lampe flackert
Im Winkel auf dem Schrein:
Dann fallen meine Hände
Müd in den Schooß hinein.
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