Georg Trakl
(* 3. Februar 1887 † 3. November 1914)
Sommer
Am Abend schweigt die Klage
des Kuckucks im Wald.
Tiefer neigt sich das Korn,
der rote Mohn.
Georg Trakl: Sommer weiterlesen
Umweltschutz
Georg Trakl
(* 3. Februar 1887 † 3. November 1914)
Sommer
Am Abend schweigt die Klage
des Kuckucks im Wald.
Tiefer neigt sich das Korn,
der rote Mohn.
Georg Trakl: Sommer weiterlesen
Justinus Kerner
(* 18. September 1786 in Ludwigsburg bis † 21. Februar 1862 in Weinsberg)
Wer machte dich so krank?
Dass du so krank geworden,
Wer hat es denn gemacht?
Kein kühler Hauch aus Norden
Und keine Sternennacht.
Justinus Kernern Wer machte dich so krank? weiterlesen
Pressemitteilung der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein
Seltener Fund: Das Königsmoor hat einen König – den Wachtelkönig
Die Sonne taucht das Königsmoor bei Rendsburg in ein warmes Abendrot und die Dunkelheit senkt sich über die feuchten Wiesen. Es ist kurz nach 23 Uhr als Maria Jung von der Stiftungswacht der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein und Trainee Charlotte Anders aufmerksam innehalten. Ein leises „Crex crex“ durchbricht die Stille – kaum hörbar doch für Kenner*innen unverkennbar: Ein Wachtelkönig ruft.
Selten: Wachtelkönig im Königsmoor bei Rendsburg weiterlesen
Margarete Beutler
* 13. Januar 1876 in Gollnow bis † 3. Juni 1949 in Gammertingen
Auf der Auer Dult
Zwischen lauter bunten Dingen,
Trödlerkram und Putz und Tand,
Tempelleuchtern, Ketten, Ringen,
Humpen und Toleder Klingen
träumt ein grauer Bücherstand.
Margarete Beutler: Auf der Auer Dult weiterlesen
Margarete Beutler
* 13. Januar 1876 in Gollnow bis † 3. Juni 1949 in Gammertingen
Der schwüle Abend
Gänzlich lahm ist Geist und Wille –
diese Schwüle ist verteufelt;
wie ein Gift ist ihre Stille,
das in träge Säfte träufelt.
Margarete Beutler: Der schwüle Abend weiterlesen
Selma Merbaum
(* 5. Februar 1924 in Czernowitz, Rumänien/Ukraine bis † 16. Dezember 1942 im Zwangsarbeitslager Michailowka, Rumänien/Ukraine)
Poem
Die Bäume sind von weichem Lichte übergossen,
im Winde zitternd glitzert jedes Blatt.
Der Himmel, seidig-blau und glatt,
ist wie ein Tropfen Tau vom Morgenwind vergossen.
Die Tannen sind in sanfte Röte eingeschlossen
und beugen sich vor seiner Majestät, dem Wind.
Hinter den Pappeln blickt der Mond aufs Kind,
das ihm den Gruß schon zugelächelt hat.
Selma Merbaum: Poem weiterlesen
Paula Dehmel (1862-1918)
Ich bin der Juli
Grüß Gott! Erlaubt mir, dass ich sitze.
Ich bin der Juli, spürt ihr die Hitze?
Kaum weiß ich, was ich noch schaffen soll,
die Ähren sind zum Bersten voll;
reif sind die Beeren, die blauen und roten,
saftig sind Rüben und Bohnen und Schoten.
Paula Dehmel: Ich bin der Juli weiterlesen