
In Schleswig-Holstein (und Deutschland) werden sie gerne in der Landschaftspflege eingesetzt. Für extensive Grünlandbewirtschaftung sind sie besonders gut geeignet, weil sie sehr robust und genügsam sind. Außerdem können sie selbst bei sehr niedrigem Temperaturen ganzjährig im Freiland gehalten werden.
Dabei hilft ihnen u.a. ein doppelschichtiges, zotteliges Fell, das vor Kälte, Nässe und Wind schützt. Unterstellmöglichkeiten sind vorteilhaft aber in Schleswig-Holstein verzichtbar. Gut sind dann aber Schutzräume durch Hecken o.ä..
Beliebt sind die Tiere auch deshalb, weil sie sehr friedlich sind und ein gutes Sozialverhalten zeigen. Auch dass sie genetisch bedingt keine Hörner haben kann als kleiner Vorteil gesehen werden.
Galloway-Rinder sind gute Futterverwerter. Sie verschmähen beispielsweise Distel deutlich weniger als intensive Rinderrassen. In manchen Gebieten werden sie gezielt eingesetzt zur Regulierung invasiver Neophyten wie Riesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum Sommier & Levier) (z.B. im Kreis Schleswig-Flensburg). Meist ist das Ziel aber vor allem die Begrenzung oder Verhinderung des Aufkommens oder der Verbreitung von Sträuchern und Bäumen sowie die Störung der Konkurrenzkraft besonders wuchsstarker Stauden und Einjähriger.

Auch deswegen hat die Extensiv-Grünlandbewirtschaftung eine große Bedeutung für zahlreiche Organismen, seltene und auch verbreitete wie z.B. die Wespenspinne (Argiope bruennichi).

Die Fotos wurden auf extensiv beweidetem Grünland in Kiel-Kroog (Elmschenhagen) an der Grenze zum Kreis Plön in Schleswig-Holstein aufgenommen.