Schneeweißer Mist-Tintling, Coprinopsis nivea

Schneeweißer Mist-Tintling auf Kuhfladen
Schneeweißer Mist-Tintling auf Kuhfladen
Der Schneeweiße Mist-Tintling (Coprinopsis nivea) ist eine Pilzart aus der Familie der Mürblingsverwandten (Psathyrellaceae). Andere deutsche Namen sind u.a.: Schneeweißer Dungtintling, Dung-Tintling; Synonym (falscher wissenschaftlicher Name): Coprinus niveus.

Der Fruchtkörper (Hut und Stiel) ist von Frühsommer bis in den Dezember hinein zu finden. Der Pilz ist für den menschlichen Verzehr nicht geeignet (ungenießbar).

Schneeweißer Mist-Tintling, Coprinopsis nivea auf Kuhfladen
Schneeweißer Mist-Tintling, Coprinopsis nivea auf Kuhfladen
Der Hut wird etwa 3–4 cm hoch und1,5–4 cm breit. Junge Pilzhüte sind eiförmig geschlossen bevor sie eine schirmartige Erscheinungsform bilden.
Der Name Schneeweißer Mist-Tintling beschreibt das Erscheinungsbild und den natürlichen Lebensraum des Pilzes gut:

Coprinopsis nivea auf Kuhfladen
Coprinopsis nivea auf Kuhfladen
Die Oberfläche ist weiß („schneeweiß“), er wächst auf Mist (hier: Kuhfladen) und Tintling gibt einen Hinweis auf die Lamellenfarbe des älteren Pilzhutes: Anfangs weiß werden sie schwarz (dunkelgrau).
Die Außenhaut des Pilzhutes ist dicht mit Flocken besetzt, die leicht ablösbar sind. Ältere Hüte fransen auf (siehe Foto). Der hohle Stiel ist sehr zerbrechlich.

Galloway-Rind: Kuh und Kalb auf extensivem Grünland
Galloway-Rind: Kuh und Kalb auf extensivem Grünland
Die Fotos entstanden in Kiel-Kroog (Elmschenhagen) auf der städtischen Ausgleichsfläche Bachstelzenweg. Das für einen nährstoffreichen Lehmboden sehr artenreiche Grünland wird extensiv mit Galloway-Rindern bewirtschaftet. Aus meiner Sicht ein sehr gelungenes Beispiel für die naturnahe und umweltfreundliche Bewirtschaftung einer ehemals intensiv landwirtschaflichen Fläche.

Links

123pilzsuche: Coprinopsis nivea
Wikipedia: Coprinopsis nivea

planten.de: Ausgleich-Abgleich: ungleich – Darstellung einiger Probleme rund um das Thema „Ausgleich“ und Sprach-Kritik am Begriff „Ausgleich“