Umfrage zu Schiff-Wal-Kollisionen gestartet

Nachfolgend wird eine geringfügig gekürzte und veränderte Pressemitteilung der DUH dokumentiert.

Radolfzell/Berlin. Die Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH) unterstützt eine weltweite Online-Umfrage ihres Partners M.E.E.R. e.V. (www.m-e-e-r.org) zum Thema Kollisionen zwischen Segelschiffen und Walen oder Delfinen. Die Untersuchung wird derzeit in Zusammenarbeit mit Noonsite.com – der globalen Website für Segler – durchgeführt.

Kollisionen zwischen Schiffen und Walen nehmen weltweit zu. Mehrere Walpopulationen sind mittlerweile allein in Folge von Zusammenstößen mit Schiffen massiv bedroht, so zum Beispiel Finnwale des Mittelmeeres, Pottwale der kanarischen Inseln oder Glattwale vor der amerikanischen Ostküste. Diese Arten tragen zum Beispiel wegen ihres Verhaltens oder ihrer langsamen Schwimmgeschwindigkeit ein erhöhtes Risiko, von Schiffen gerammt zu werden. Dennoch sind die Kenntnisse über Schiff-Wal-Kollisionen bis heute sehr lückenhaft. Dies trifft insbesondere für Zusammenstöße mit Segelschiffen zu.

Der Berliner M.E.E.R. e.V. trägt deshalb in einer aktuellen Studie Berichte zu Kollisionen beziehungsweise Beinahe-Kollisionen zwischen Segelschiffen und Cetaceen zusammen. In diesem Zusammenhang ruft der Verein gemeinsam mit Noonsite und der DUH weltweit Segler auf, ihre Erfahrungen durch Teilnahme an der Online-Umfrage für die Forschung zur Verfügung zu stellen.

Die Berichte können unter www.noonsite.com abgegeben werden. Ziel ist die Sammlung von statistischen Daten über Kollisionen und Beinahe-Kollisionen, um die Kenntnisse über deren Ursachen und Wirkungen besser zu verstehen. Schließlich sollen die Ergebnisse der Untersuchung auch dazu beitragen, Maßnahmen zur Reduzierung des Kollisionsrisikos zu entwickeln – im Sinne der Segler sowie der Wale und Delfine.

Noonsite-Chefin Sue Richardson erklärt: „Wale und Delfine sind bei Seglern weltweit außerordentlich beliebt. Wir wissen von den Besuchern unserer Website – Segler aus aller Herren Länder – dass ihnen der Schutz der Umwelt sehr am Herzen liegt. Wir freuen uns über diese Gelegenheit, innerhalb der globalen Segler Community die Aufmerksamkeit für dieses Thema zu erhöhen“.

Jörg Dürr-Pucher von der Deutschen Umwelthilfe kommentiert: „Die DUH hält es für wichtig, diese Untersuchung tatkräftig zu unterstützen. Das Problem der Schiff-Wal-Kollisionen wird noch zu wenig wahr genommen. Dies ist die erste Studie Ihrer Art, die sich speziell mit Zusammenstößen zwischen Segelschiffen und Walen beschäftigt. Wir möchten alle Segler bitten, ihre Erfahrungen zu teilen und an der Befragung teilzunehmen um so viele Daten wie möglich für die Forschung zusammen zu tragen.“

Das Forschungsprojekt wird bis Ende März 2009 auf Noonsite zu finden sein. Um einen Bericht abzugeben, besuchen Sie bitte www.noonsite.com.