Heilpflanzen – Tinkturen

Grundrezeptur

In Spirituosen (z.B.Wodka), Essig oder Wasser angesetzte Pflanzen werden als Tinkturen bezeichnet.
In der Homöopathie werden diese als Urtinkturen bezeichnet (wobei es für die Herstellung 'echter' homöopathischer Tinkturen noch spezielle Regeln gibt: hochprozentiger Alkokol u.a.).
Sie können meist äusserlich und innerlich angewandt werden.
In Franzbranntwein angesetzte Kräuter heissen Linimente und können nur äusserlich angewandt werden.
Tinkturen sollten möglichst mit frischen Heilkräutern angesetzt werden. Sie sind Tinkturen aus getrockneten Kräutern meist weit überlegen.
Wurzeln behalten im allgemeinen viele ihrer 'wichtigen' Wirkstoffe auch nach der Trocknung. Ggf. kannst du also auch auf getrocknete Ware aus dem Handel zurückgreifen.
Tinkturen sind hochwirksame Arzneien und sollten nur bei entsprechenden kenntnissen eingesetzt werden!

Tinkturen aus frischen Pflanzen

  • Bestimmung und Ernte der zu verwendenden Pflanzenteile
  • Entfernung von beschädigten oder krankhaften Teilen
  • Nicht waschen; Wurzeln: nur wenn nötig
  • Pflanzen(teile) grob zerkleinern; ausgenommen: kleine Pflanzen(teile) wie z.B. Blüten
  • Glas bis zum Rand mit (zerkleinerten) Pflanzen(teilen) füllen.
  • Glas bis zum Rand mit Alkohol oder Essig füllen.
  • Glas fest verschliessen
  • Beschrifte das Glas: Datum, verwendete Pflanze(nteile), Fundort, (Alkohol)grundlage
  • Am nächsten Tag musst du die Flüssigkeit nachfüllen (bis zum Rand). öglicherweise sind weitere Nachfüllungen notwendig.
  • Mindestens 6 Wochen warten, dann Abgiessen (=Dekantieren) der Tinktur. Welche den Mondzyklus beachten wollen, setzen bei Neumond an und giessen bei Vollmond ab. Die nicht mehr benötigten Pflanzenteile können z.B. dem Kompost zugeführt werden.

Tinkturen auf Alkohol-Basis

Verwendet werden sollte 40 oder mehrprozentiger Alkohol; 38% tun es auch (in Deutschland am handelstüblichsten); ideal aber scheinen 50% oder mehr zu sein. Je höher der Alkoholgehalt, desto grösser ist die Haltbarkeit, die entscheidend abnimmt, wenn es unter 38% geht. Ab 38% ergibt sich für die praktische Verwendung eine nahezu unbegrenzte Haltbarkeit. Wenn du willst, kannst du Äthylalkohol aus der Apotheke zusetzen (relativ teuer).

Dosierung

Allgemeine Hinweise zur Dosierung von Tinkturen sind nicht möglich. Sie hängen u.a. ab von der ausgewählten Pflanze, der Art und Schwere der zu behandelnden Erkrankung, dem Alter des zu Behandelnden. Sie reichen von der Einmalgabe eines Tropfens bis zur Hochdosierung von 150 oder mehr Tropfen mehrere Tage lang. Hier musst du dich also detailiert informieren und ggf. vorsichtig zu probieren anfangen.
Manche Alkoholiker/innen vertragen Alkohol, wenn er in Medikamenten vorkommt – für andere ist er absolut unverträglich oder indiskutabel – bitte informiere dich diesbezüglich!
Literaturhinweis
Die Grundzüge dieses Beitrages sind im wesentlichen dem Buch Naturheilkunde für schwangere und Säuglingevon Susun S. Weed entnommen.

Gründüngung

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Gründüngung

Autor: Ralf Gutzki

Stand: 01.03.2001
Die Gründüngung ist eine alte Methode zur Bodenverbesserung, die ursprünglich aus dem Ackerbau stammt.
Dies Art der Düngung bietet viele Vorteile:

Unerwünschte Wildkräuter werden unterdrückt.
Die Wurzeln der Pflanzen lockern und durchlüften den Boden.
Mäht man die Pflanzen ab, entsteht wertvolles Material zum Mulchen oder Kompostieren.
Einige Pflanzen (die Leguminosen) sind in der Lage Stickstoff aus der Luft zu fixieren und so den Boden zu bereichern.
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giftpflanzen – kinder

Giftpflanzen und Kinder

Die Veröffentlichung meines Manuskriptes löste zahlreiche Reaktionen aus, von denen Sie einige auf der Seite giftpflanzen – antworten lesen können. Einige der Kritiken konnte ich mittlerweile in diese Internetseite einarbeiten. Danke!

Immer wieder erkundigen sich besorgte Eltern nach Giftpflanzen, deren Verwendung sie in ihrem Garten zu vermeiden suchen. Oder es gibt eine (halb-)öffentliche Diskussion, die das Verbot von Giftpflanzen im öffentlichen Raum fordert. Hierbei wird an der Wirklichkeit vorbeidiskutiert:

Es gibt annähernd kein Giftpflanzen-Problem.
Dazu einige Zahlen (nach Oberholzer / Lässer, S. 159): In der gesamten Schweiz gab es im Zeitraum 1966 bis 1986 mehrere tausend tödliche Unfälle von Kindern. Davon entfielen ca. 50 % auf den Verkehr. Jeweils etwa 20 Prozent entfielen auf die Ertrinken und Ersticken. Im gesamten Beobachtungszeitraum gab es keine tödlichen Vergiftungen durch Pflanzen, wenn man Pilzvergiftungen ausser betracht lässt (die zum überwiegenden Teil von den Eltern zubereitet wurden).
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Obstbau – Obstbaumschnitt – Apfelaufbau

Erziehungs- und Aufbauempfehlung für Äpfel

Malus domesticus (Syn.: Malus x domesticus) als Halb- und Hochstamm auf langlebigen Unterlagen,

(v.a. Sämlingsunterlagen. zu dieser Thematik siehe auch meine Internetseite zu Apfelunterlagen):
Autor: Andreas Regner

Mitteltrieb(verlängerung)
ohne MT: Hohlkrone (einfacher). Wenn ein Mitteltrieb vorhanden ist sollte er als Spitze eines Dreiecks betrachtet in einem stumpfen Winkel (sorten-spezifisch, unterlagenspezifisch…, 90-130 Grad) stehen (gemessen zu den Spitzen der niedriger gestellten Leitäste.
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Heracleum mantegazzianum, Riesenbärenklau

Heracleum mantegazzianum;
Riesenbärenklau, Herkulesstaude

Autoren: Andreas Regner, punga, zorro

Vor dieser Pflanze möchte ich ausdrücklich warnen: eine Ausbreitung in die Landschaft sollte m.E. nicht begünstigt werden. Der im 19 Jahrhundert durch Gärtner in Mitteleuropa verbreitete Doldenblütler ist sehr ausbreitungsfreudig. Ggf. würde ich an einer Kübelkultur überlegen (oder anderen Formen, die das Wurzelwachstum unter Kontrolle halten). Eine Aussamung sollte verhindert werden.
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rasen – anlage

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Rasenanlage und Sanierung

Autor: Hannes Birnbacher, Windhagen

Stand: 6. März 2001
Background: 10 Jahre, Reparaturen bis zu 50 qm
Ein Stück Rasen anzulegen, ist nicht schwer. Folgendes ist zu beachten.

Inhalt:

1. Zeitpunkt
2. Untergrund
3. Saatgut
4. Einsaat
5. Nach der Einsaat und Bild
6. Reparatur
7. Sanierung
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rasen – moos

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Moos im Rasen

Autor: Ralf Gutzki

Mögliche Ursachen:
– Schattiger / Halbschattiger Platz
– Boden zu Sauer
– Boden verdichtet
– zu wenig Närstoffe
– zu niedrig eingestellter Rasenmäher

Schattiger / Halbschattiger Platz
Durch zu viel Schatten kann sich der Rasen nicht richtig Entfalten und Moose gewinnen die Überhand.
Abhilfe: Schatten verhindern, Schattenrasen aussähen

Boden zu Sauer
Ist der Boden zu sauer (pH-Wert unter 6.0) ist das für den Rasen schlecht und für das Moos gut.
Abhilfe: Kalken

Boden verdichtet
Durch zu verfestigten Boden, lehmiger, toniger Boden, kann der Rasen nicht mehr genügend atmen.
Abhilfe: Vertikultieren, auflockern

zu wenig Nährstoffe
Rasen braucht viel Stickstoff.
Abhilfe: Dünung mit Kompost oder Stickstoffdünger

zu niedrig eingestellter Rasenmäher
Wird der Rasen zu tief abgemäht kann er sich nicht richtig entfalten.
Abhilfe: Rasenmäher höher einstellen (ca. 6cm)

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Betreff: Moos im Garten
Datum: Sun, 11 Feb 2001
Von: Gerhard Zahn

Der Trick dabei ist nicht, Moos zu bekämpfen, sondern es erst gar
nicht aufkommen zu lassen.

Meist liegen die Ursachen an Stickstoff- u Kalkmangel sowie allzu
reichlicher Bodenverdichtung u Beschattung.

Aso dann….. Moos im Rasen die Xte :-)

Pro-Moos:
Alles was dem Moos gut tut u den Rasengräsern schadet,
schwerer lehmiger, toniger Boden,
verfestigter Boden (Baufahrzeuge, Fußweg),
sauerer Boden, zu niedriger pH-Wert, Kalkmangel,
Schatten oder Halbschatten von Gebäuden, Bäumen, Sträuchern,
eingeschlossene Lagen mit wenig Luftzug (Mauer, Böschungen), weil
hier die Bodenoberfläche länger feucht bleibt.
verhungerter Rasen mangels Düngung.

Kontra-Moos:
Alles was dem Rasen gut tut u dem Moos schadet.
Schon bei der Neuanlage obere Bodenschicht lockern u
mit Sandbeimischung durchlässiger u leichter machen,
verfestigten Boden tief schneidend (1 cm unter die Bodenoberfläche)
vertikutieren, alles andere ist Oberflächenkosmetik…,
scharfen (= lehmfreien) Sand 1 cm hoch auftragen u einrechen,
Erhaltungskalkungen nachholen,
noch besser pH-Wert messen u dem Ergebnis entsprechend kalken,
(pH-Wert 5,5 bei leichteren, bis 6,5 bei schwereren Böden).
Überhängende Sträucher zurückschneiden,
Bäume stark auslichten, damit Sonne zum Rasen durchdringt,
den Rasen regelmäßig schneiden, da kurzer Rasen schneller
abtrocknet,
regelmäßig stickstoffbetont düngen, was die Gräser fördert,

Für Rasenschnitt wird ein Kohlenstoff-Stickstoffverhältnis von 1:12
angegeben. Zum Vergleich: Sägemehl liegt bei 500:1.
Wenn im Rasengrün soviel Stickstoff ist, dass das Verhältnis schon
für
die Kompostierung auf 1:30 verschoben werden soll, dann muß man doch
einsehen, daß der Stickstoff, der im Rasen drin ist, auch wo
herkommen
muß. Halt aus stickstoffbetontem Dünger, wie es jeder Rasendünger
ist.
Wobei stickstoffhaltige mineralische Einzeldünger, wie Kalkammon-
salpeter, für wenig Geld den gleichen Zweck erfüllen.

Der Einsatz chemischer Moosvernichter (auf Eisensulfat-Basis) ist
bestenfalls dann sinnvoll, wenn Erb-Tante Frieda überraschend ihren
Besuch angesagt hat. Die Moosvernichter wirken nämlich schon in
wenigen Stunden, leider aber nicht einmal für Wochen, da sie an den
ursächlichen schlechten Bedingungen leider Null ändern….