Johann Wolfgang von Goethe
(1749-1832)
Novemberlied
Dem Schützen, doch dem alten nicht,
Zu dem die Sonne flieht,
Der uns ihr fernes Angesicht
Mit Wolken überzieht;
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Kunst. Freie und bildende Kunst.
Johann Wolfgang von Goethe
(1749-1832)
Novemberlied
Dem Schützen, doch dem alten nicht,
Zu dem die Sonne flieht,
Der uns ihr fernes Angesicht
Mit Wolken überzieht;
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Der Gott der Stadt
Auf einem Häuserblocke sitzt er breit.
Die Winde lagern schwarz um seine Stirn.
Er schaut voll Wut, wo fern in Einsamkeit
Die letzten Häuser in das Land verirrn.
Georg Heym: Der Gott der Stadt weiterlesen
Georg Trakl
(* 3. Februar 1887 † 3. November 1914)
Im Herbst
Die Sonnenblumen leuchten am Zaun,
Still sitzen Kanke im Sonnenschein.
Im Acker mühn sich singend die Frau’n,
Die Klosterglocken läuten darein.
Georg Trakl: Im Herbst weiterlesen
Daniel Georg Morhof
(* 6. Februar 1639 † 30. Juli 1691)
Er klaget wegen der bösen Kriegszeit /
und bittet umb des Krieges Abwendung
Ach / wo will die Welt hinaus!
Dieses schnöde Buben-Haus /
Das dem Laster Leben
Auff den Grund ergeben!
Sieht man doch
Jmmer noch /
Sich mit starcken Zügen
Alle Welt bekriegen.
Daniel Georg Morhof: Er klaget wegen der bösen Kriegszeit / und bittet umb des Krieges Abwendung weiterlesen
Annette von Droste-Hülshoff
Die Taxuswand
Ich stehe gern vor dir,
Du Fläche schwarz und rauh,
Du schartiges Visier
Vor meines Liebsten Brau,
Gern mag ich vor dir stehen,
Wie vor grundiertem Tuch,
Und drüber gleiten sehen
Den bleichen Krönungszug;
Annette von Droste-Hülshoff: Die Taxuswand weiterlesen
Margarete Beutler
13. Januar 1876 – 3. Juni 1949
Die Kommenden
Ein Kinderplatz, mit Sand und Ruß bedeckt,
von kläglich blassen Sträuchern eingeheckt.
Da wächst es auf, das kommende Geschlecht,
das einst – vielleicht! – der Mutter Tränen rächt.
Margarete Beutler: Die Kommenden weiterlesen
Francisca Stoecklin
(* 11. September 1894 † 1. September 1931)
Ein Herbstlied
Der Sommer verglüht
in Blutlaub und Traube.
Noch einmal blüht
Sonnenglaube.
Francisca Stoecklin: Ein Herbstlied weiterlesen