BBU gegen neues Atomkraftwerk in den Niederlanden

Atomkraft - Nein Danke
Atomkraft - Nein Danke
Bonn / Almelo. Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz e.V. (BBU) mit Sitz in Bonn unterstützt den Widerstand der niederländischen Anti-Atomkraftbewegung gegen das geplante Atomkraftwerk (AKW) Borssele 2.
Mitglieder deutscher und niederländischer Anti-Atomkraft-Initiativen haben sich im niederländischen Almelo getroffen, um über grenzüberschreitende Proteste zu beraten. Aktueller Hintergrund des Treffens in Almelo war die Informationstour der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg zu zahlreichen deutschen Atomstandorten, die dann auch über die Grenze nach Almelo führte. Hier steht die einzige niederländische Urananreicherungsanlage. Vor der Anlage wurden Transparente gegen die Atomenergienutzung ausgebreitet.

Der niederländische Energiekonzern Delta hat konkrete Pläne, am Standort des alten Atomkraftwerks in Borssele ein weiteres AKW zu bauen. Gegen das Vorhaben können bis zum 16. Oktober Einsprüche im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung beim niederländischen Umweltministerium eingereicht werden. Hilfen zum Schreiben von Einsprüchen und Vordrucke gibt es im Internet unter www.laka.org. Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz wird in Kürze auch deutschsprachige Informationen veröffentlichen. Der BBU betont: „Auch in den Niederlanden ist das Atommüllproblem ungelöst und ein weiteres Atomkraftwerk darf auf keinen Fall gebaut werden. Der BBU fordert weltweit den sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie und fordert insofern auch die sofortige Stilllegung des AKW Borssele und auch der niederländischen Urananreicherungsanlage in Almelo.“

Quelle: BBU, Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz e.V.