
Im Sinne des Umweltschutzes vielleicht positiv: Das menschliche Gehirn verbraucht exorbitant viel Energie mit offensichtlich nur bedingt brauchbaren Ergebnissen… Vielleicht hilft es, ein bischen Energie zu sparen.
„Anthropogen“ hat auch sowas Sachliches, Nüchternes – so als wenn man über eine Schraube spricht. „Menschlich“ ist doch ein sehr viel positiver empfundenes Wort, da schwingen Gefühle und vielleicht sogar ethische Normen mit. Das ist nur eingeschränkt passend zum Menschen…
Sprache ist einfach irritierend.
Jedenfalls ist die Schadensursache Mensch nicht sicher, aber nach menschlichem Ermessen doch sehr wahrscheinlich der Schaden menschlich verursacht.
Seltsam fand ich nur den Rest der Filter-Zigarette.
Mein erster Gedanke war in Richtung „Respektlosigkeit, Achtlosigkeit, Desinteresse, Provokation…“
Warum auch immer fiel mir das Zitat „Tand, Tand, Ist das Gebilde von Menschenhand.“ ein (Th. Fontane, Die Brück‘ am Tay).
Und dann so etwa: Wie sehr doch Fontane irrte: Mikroplastik, Ewigkeitschemikalien und radioaktive Stoffe haben gute Chancen die Menschheit deutlich zu überdauern. Wahrscheinlich hat Fontane aber weniger kleinteilig gedacht, als er das Gedicht kurz nach dem realen Einsturz einer Brücke schrieb.
Dann fiel mir noch Gryphius ein…
und ich konzentrierte mich wieder auf die Frage:
Was soll das, einen Plastikfilter in eine Baumverletzung zu stecken?
Rein praktisch gesehen ein Aufwand im Verhältnis dazu, einen Plastikfilter achtlos fallen zu lassen, wie es bei einigen Raucher:innen üblich ist.
Es ist also ein Gestaltungswille erkennbar.
Die Frage aber: Ist das Kunst?
Und möglicherweise sogar aktionistisch?
Eine verzweifelte Darstellung menschlichen Fehlverhaltens?
zur Anklage noch größeren menschlichen Fehlverhaltens?
im Rahmen noch viel größeren menschlichen Fehlverhaltens?
im Rahmen noch viel größeren….
…
…
oder isses (männliche?) Blödheit?