Luise Hensel (1798-1876)
Will keine Blumen mehr
Die Sommerrosen blühen
Und duften um mich her;
Ich seh‘ sie all‘ verglühen,
Will keine Blumen mehr.
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Gedichte; Aphorismen (Sinnsprüche)
Luise Hensel (1798-1876)
Will keine Blumen mehr
Die Sommerrosen blühen
Und duften um mich her;
Ich seh‘ sie all‘ verglühen,
Will keine Blumen mehr.
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Joseph von Eichendorff
(* 10. März 1788 † 26. November 1857)
Der frohe Wandersmann
Wem Gott will rechte Gunst erweisen,
Den schickt er in die weite Welt;
Dem will er seine Wunder weisen
In Berg und Wald und Strom und Feld.
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Friederike Kempner (1836-1904)
Das Vöglein erwacht
Das Vöglein erwacht,
Im Traume es dacht
An Röseleins Pracht,
Die Katze hält Wacht.
Paul Heyse
(* 15. März 1830 † 2. April 1914)
Vorfrühling
Stürme brausten über Nacht,
und die kahlen Wipfel troffen.
Frühe war mein Herz erwacht,
schüchtern zwischen Furcht und Hoffen.
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Richard Dehmel
(* 18. November 1863 † 8. Februar 1920)
Schneeglöckchen
Sie ist erwacht,
des Winters einzige Blume.
In Tod und Nacht
träumte die stumme
Botin des Frühlings
von Licht und Leben.
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Maria Luise Weissmann
(* 20. August 1899 in Schweinfurt bis † 7. November 1929 in München)
Nachts
Ich kaure immer
Und höre mein Blut
Rauschen, den dunkeln Strom.
Maria Luise Weissmann: Das frühe Fest | Nachts weiterlesen
Maria Luise Weissmann
(* 20. August 1899 in Schweinfurt bis † 7. November 1929 in München)
Weg im Nebel
Nun wird die Spur der Füße langsam ungetan,
Und aus der Tiefe, aus der tiefen Tiefe steigt
Das Trübe, schwadengrauer Nebel himmelan.
Maria Luise Weissmann: Weg im Nebel weiterlesen