
Sicheres Unterscheidungsmerkmal ist unter anderem der dunkel gefärbte Schnabel. Ab dem fünften Lebensjahr ist dieser kräftig gelb und hat einen roten Fleck in der Nähe der Schnabelspitze.
Silbermöwen sind in Kiel in allen Stadtteilen zu finden. Sie sind Kulturfolger und „überall“ dort, wo Menschen vergleichsweise sorglos mit potentieller Nahrung umgehen. So gibt es große Schwärme beispielsweise bei Kompostieranlagen, bei denen „Grüne Tonnen“ angeliefert werden (OAR Altenholz z.B.). Regelmässig besucht sind auch alle Plätze, an denen öfter Mal Essen herunterfällt wie z.B. an der Kiellinie.
In meiner Jugendzeit waren Silbermöwen wesentlich scheuer und hielten größere Fluchtdistanzen ein. Müllplätze, Ackerflächen beim Umbruch und Fischfang-Boote sowieso waren aber auch schon vor Jahrzehnten beliebt und zogen oftmals Schwärme an.
Die „Stadt-Möwen“ von heute nähern sich Menschen bis auf geringe Distanzen und einige scheuen auch nicht den Versuch, eine offene Brotdose o.ä. zu erbeuten. Möwen sollten auf keinen Fall gefüttert werden.
Erwachsene Silbermöwen mit Apfel

Lachmöwen, Silbermöwen und eine Rabenkrähe am Strand


Auf dem Standort-Foto ist rechts der Gehölzgruppe ein typisches Gras der Ostsee-Dünen gut an der „Blau“-Färbung zu erkennen:
Strandroggen (Leymus arenarius (L.) Hochst.).
Die Rote Liste für Schleswig-Holstein sieht die Art in Schleswig-Holstein als ungefährdet an. Vorkommen gibt es im wesentlichen in den Küstenbereichen der Nord- und Ostsee.
Strandroggen („Blauer Helm“) ist ein wichtiger Bodenfestiger und daher zum Beispiel für den Küstenschutz wichtig.
Zeigerwerte:
L9 T6 Kx R7 F6u N6 S1 M-