Baumschäden durch Tiefbauarbeiten im Hasseldieksdammer Weg in Kiel

Baumschäden durch Baustelle Hasseldieksdammer Weg in Kiel
Baumschäden durch Baustelle Hasseldieksdammer Weg in Kiel
Im unteren (der Stadt zugewandten) Teil des Hasseldieksdammer Weges in Kiel finden derzeit Tiefbauarbeiten statt. Dadurch kommt es immer wieder zu Verkehrsbehinderungen, neulich war die Straße kurzfristig sogar ganz gesperrt. Das ist im Einzelfall für z.B. Autofahrer zwar ärgerlich, aber nicht wirklich schlimm. Schlimm ist hingegen der Umgang mit der Lindenallee im Mittelstreifen. Die (stadtauswärts gesehen) linke Seite der Lindenallee musst schon vor ca. 2 Jahren bei Tiefbauarbeiten erheblich leiden: Baumschäden durch Tiefbauarbeiten im Hasseldieksdammer Weg in Kiel weiterlesen

BUND S-H: Auf Regenfluten im Garten vorbereiten

Folgen des Klimawandels
Zurzeit erleben wir als Folge des Klimawandels teils dramatische Starkregenereignisse mit über 25 Litern pro Quadratmeter in einer Stunde.
Dazu kommen starke Windböen und Gewitter. Die Folge sind überflutete Straßen, voll gelaufene Keller, eingeschlagene Blitze und erodierte Böden.
Gartenbesitzer müssen sich auf solche Starkregenschauer einstellen und ihre Gärten darauf vorbereiten.
BUND S-H: Auf Regenfluten im Garten vorbereiten weiterlesen

Stauden – Giersch, Aegopodium podagraria

Aegopodium podagraria oder: einmal Giersch – immer Giersch

20 Tipps für die erfolgreiche Kultur von Giersch

Ich habe habe ihn auch schon gesehen – den gierschfreien Garten. Ich erinnere mich genau, es war ein schöner sonniger Sommertag…

Hier könnte jetzt ein fesselnder Tatsachenbericht folgen, doch Spass beiseite: Es gibt ihn wirklich, den gierschfreien Garten. Überwiegend ist er zurückzuführen auf das Fehlen günstiger Standortbedingungen für den schönen Doldenblütler! Dem kann Abhilfe geschaffen werden:

  • Tip 1-3 In einem sonnigen Garten mit magerem und trockenem Sandboden wird man allenfalls mickerige Exemplare finden. Also: Schaffen sie die richtigen Standortbedingungen: Halbschattig (- schattig), gute Nährstoffversorgung und ausreichende Bewässerung sichern maximale Erträge!
  • Stauden – Giersch, Aegopodium podagraria weiterlesen

jauche – arten – rainfarn

Bitte beachten Sie: Diese Seite ist Teil eines Diskussionsprozesses in de.rec.garten! Näheres dazu finden sie in der Rubrik Allgemeines zur Teildokumentation

Tanacetum vulgare, Rainfarn

Autoren: Lutz Bojasch, Ralf Gutzki

Gegen Erdbeermilben, Blattwespen, Brombeermilben, Mehltau, Rost, Schild-, Blattläuse, Erdflöhe, Raupen von Apfelwickler und Kohlweißling:
300 Gramm Kraut und Blüten mit 10 Liter Wasser ansetzen. Unverdünnt. Sonstiges: Frische Pflanzen als Mulchmaterial auf den Boden legen.
Auch vor frischem oder getrocknetem Rainfarn nehmen Ameisen Reißaus. Man braucht nur einige Stengel in die Nester zu stecken, nach einer Weile verlassen die Ameisen – durch den Geruch irritiert – ihren Bau.

Kompost – Kompostierungssysteme

Wie wird organisches Material zu humoser Erde umgesetzt?

    Fünf wesentliche Möglichkeiten bestehen:

  • FlächenkompostierungDie organischen Stoffe werden im Freiland ausgebracht.
    – flächig und gleichmäßig in z.B. Staudenrabatten
    – zur Geländemodellierung, z.B. Einebnung von Unebenheiten oder langsamer Aufbau von Hügeln etc.Insbesondere bei der Anwendung bei der Pflege von Grünflächen ist die Flächenkompostierung so rationell wie keine andere Methode: Keinerlei Entsorgungskosten und minimale Transportwege. Die herausgepflegten Pflanzen werden um die zu erhaltendenden Stauden usw. gelegt und bilden so gleichzeitig eine Mulchschicht.
    Kompost – Kompostierungssysteme weiterlesen

Giersch

Dies ist eine Teildokumentation eines Diskussionsprozesses in der newsgroup de.rec.garten von 2001.

Sie basiert auf einem Teil der Internetseiten von Ralf Gutzki, der die Artikel zusammengetragen hat. Diese Texte sind als Diskussionprozess zu verstehen und dementsprechend unvollständig. Sie geben nicht immer meine Auffassungen wieder. Ergänzungen und Kritiken sind am besten in de.rec.garten anzubringen – der newsgroup aus der diese faq (Häufig gestellte Fragen) entstand/entsteht.
Selbstverständlich können sie auch im forum auf planten.de diskutiert werden. Die Empfänger-Adresse einer derartigen Diskussion sollte dann aber wieder die newsgroup sein.

Bitte beachten Sie auch die anderen Artikel zum Thema Giersch auf planten.de.

Andreas Regner

Aegopodium podagraria, Giersch, Geisfuss

Beitrag von: Ralf Gutzki, Stand: 27.02.2001

Name und Bedeutung:
Aegopodium (Apiaceae): gr. aigos = Ziege, podion = Füßchen (wg. der Blattform); „Geißfuß“, „Giersch“ ;
podagrius, podagrarius = gegen die Podagra (Gicht)

Die Pflanze ist sehr robust und überlebt sogar im Kompost (siehe Ausnahme Beitrag von Bernhard).
Selbst aus kleinen Wurzelstückchen wächst eine neue Pflanze.
Bei uns fressen es die Meerschweinchen, aber auch Menschen können es essen (Stielmus).
Um den Garten davon Frei zu bekommen muss die Erde Gesiebt werden und jedes Stückchen in den Abfalleimer wandern.
Oder immer wieder herausreißen und verarbeiten als:
* Futter
* Essen (Triebe im Frühjahr) Rezepte
* Umschläge gegen Gicht und Rheuma, Hämorrhoiden.

Inhaltsstoffe: Bisher wenig erforscht. äth. Öl, in den Wurzeln ein Polyin.

Ralf Gutzki

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Giersch
Beitrag von: Bernhard Albert, Stand: 18.02.2001

Das mit dem Kompost stimmt nur bedingt. Da wo mir der Geduldsfaden gerissen ist und praktisch nichts anderes mehr wuchs, habe ich getan, als sei die Gierschlandschaft ein Stück Wiese, ich habe ihn abgestochen wie Rasensoden, allerdings mit der Grabgabel, um die Wurzeln möglichst wenige zu teilen, habe dann möglichst viel Erde rausgeschüttelt und die „Soden“ umgedreht in einen geschlossenen Plastikomposter getan. Das Jahr über habe ich diesen „Kompost“ gleichmäßig feucht gehalten, nach 12 Monaten war keine lebendige Gierschwurzel mehr vorhanden. Heuer kommt die nächste Gierschwiese dran und dann kommt nächste Jahr ein gemeines Stück Wiese dran, auf dem nur Quecke steht und das ich dann neu einsäe. Beim Erde rausschütteln, muß man genau schauen, ob irgendwo noch ein helles Würzelchen schimmert und ab in den Kompost und die nächsten sechs Wochen darf man nicht einsäen, sondern muß zielsicher jedes karge Grün, das sich blicken läßt, samt Wurzel entfernen.
So habe ich mit den Jahren gut 160 Quadratmeter fast reine Gierschflächen frei bekommen.

Gruß
Bernhard

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Giersch
Beitrag von: Hannes Birnbacher, Stand: 27.2.2001

Giersch ist ein hartnäckiges, kriechendes Unkraut, das schnell ganze Gärten mit kniehohem Bewuchs bedeckt.

Die Vermehrung geschieht
a.) über Ausläufer, die sich viele Meter lange durch losen Mulch, aber auch tief durch feste Erde schieben. Die Wurzelwerke einer einzigen Ausgangspflanze können typischerweise 10 mtr. lange Triebe in harter Erde bilden, Hindernisse von 25 cm Tiefe unterqueren und einen geschlossenen Wurzelteppich von zehn Zentimeter Dicke ausbilden.
b.) Über Flugsamen aus den doldenförmigen Blüten. Giersch bevorzugt ausreichend feuchte Standorte in lockerem Boden.

Es ist deshalb außerordentlich schwer, Giersch dauerhaft zu bekämpfen, weil aus jedem noch so kleinen Wurzelstück eine neue Pflanze sprießt.

Gegenmaßnahmen:
– Bei regelmäßigem Mähen (auf Rasen) und Hacken (auf Beeten) verkümmert Giersch alsbald zur Bedeutungslosigkeit. Werden die Pflegemaßnahmen unterlassen, breitet sich Giersch schnell wieder aus.
– Umgraben und feines Aussieben des betreffenden Erdreiches ca. zwei Spatenblätter tief. Hierbei muß in den ca. zwei folgenden Jahren darauf geachtet werden, neu hervortretende Triebe aus den unvermeidlichen Wurzelresten, die die Siebgröße unterschreiten, gründlich zu entfernen.
– Auf derzeit ungenutzten Flächen dick mit Grasschnitt mulchen und nach einigen Monaten oder im nächsten Jahr die Gierschpflanzen zusammen mit dem Mulch aufrollen. Die in der Erde verbleibenden Wurzelreste sind schwächer und wachsen weniger tief, als es sonst der Fall gewesen wäre, da der Giersch lockere Oberflächenschichten dankbar annimmt, um sich durch Ausläufer zu verbreiten.
– Wo alle Möglichkeiten versagen (z.B. bei Durchdringung des Wurzelwerkes von Gehölzen, die zu wertvoll sind, um mit dem Giersch zusammen vernichtet zu werden), kann Giersch noch mit dem Wachstumsgift Roundup bekämpft werden. Roundup sollte wegen seiner globalen Wirkung auf gar keinen Fall gespritzt oder gegossen werden, sondern muß auf alle Blätter einzeln aufgebracht werden. In Kleingartenanlagen kann sein Einsatz durch Satzung ausgeschlossen sein und zum Verlust des Gartens führen.

Vorsichtsmaßnahmen:
Wurzelreste von Giersch werden im Kompost nur vernichtet, wenn dieser sachgemäß aufgesetzt ist. Dies ist der Fall, wenn das Innere zu Asche verkohlt. Die Außenbereiche der Komposthürde entgehen oft der vollständigen Umwandlung, da sie so aufgesetzt werden müssen, daß sie Luft- und Wasserzutritt gewährleisten. Es wird daher geraten, Wurzel- und Pflanzenreste von Giersch lieber außer Haus zu entsorgen.
Gierschpflanzen, die nicht entfernt werden können, sind vor der Blüte abzumähen, um ihre Verbreitung über weite Flächen zu verhindern. Man sollte in seiner Nachbarschaft darauf achten und ggf. Hilfe anbieten.

Abgrenzung:
Hat man das Problem, daß Giersch vom Nachbargrundstück oder von einem Beet her einwandert, sind senkrecht eingegrabene, jeweils zur Hälfte schuppenförmig überlappende Zeitungen oder Illustrierte eine gute und, wie ich meine, umweltfreundliche Abgrenzung. Beton oder Wellplastik sind zu schwer zu entsorgen. Plastikfolien werden unvermeidlich durchlöchert und sind daher unwirksam.
Bei einer unterirdischen Sperre ist immer noch darauf zu achten, durch Flugsamen entstandene Jungpflanzen sofort gründlich zu entfernen.

Als unwirksam festgestellte Maßnahmen:
Untergraben, mit Mulch, schwarzer Folie oder Zeitungen auch jahrelang bedecken, häckseln ist alles nicht wirksam zur Bekämpfung des Giersch oder fördert oft noch dessen Verbreitung.


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(Links aktualisiert)
Auf planten.de (Andreas Regner) gibt es mehrere Seiten, die sich mit Giersch beschäftigen:

20 Tipps für die erfolgreiche Kultur von Giersch; Satire

Gierschrezepte u.a.m.

forum.planten.de
(aktueller Giersch-Thread im gartenlandschaftsforum)

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Rezepte:
Salat (Ralf Gutzki)
aus fein zerschnittenen oder auch nur zerpflückten, ganz jungen Blättern – waschen und mit Öl, Salz und wenig Essig oder Zitrone angemacht.

Außerdem vielseitig verwendbar als Würzkraut in Salat, Fleisch- und Gemüsegerichten, sowie zu Suppen.
ACHTUNG! Der Geschmack ist gewöhnungsbedürftig. Vielen kommt er zunächst etwas unangenehm vor, besonders im gekochten Zustand.

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Gierschsuppe (Hans-Juergen Lukaschik)
Die sauber gewaschenen Blätter und Triebe hacken. Aus einer kleingeschnittenen Zwiebel, Fett und etwas Mehl eine Schwitze herstellen, mit Milch oder Wasser auffüllen. Gewürfelte Kartoffeln zugeben, mir Salz und Pfeffer würzen. Kurz bevor die Kartoffeln gar sind, den Giersch zugeben und noch 10 – 15 Minuten köcheln lassen.

Gefüllte Tomaten (Hans-Juergen Lukaschik)
Deckel abschneiden, Mark und Saft heraus heben und pürieren. Gekochten, fein zerkleinerten Giersch mit dem Tomatenpüree und ein bis zwei Eiern mischen, mit Salz und Pfeffer würzen und die Tomaten mit der Mischung füllen. Deckel drauf und etwa 30 Minuten in den vorgeheizten Backofen stellen.

Gehölzschnitt – Totholz

Zeit sparen durch Naturschutz

Autor: Andreas Regner

Dieser Text ist auch in einer ausführlichen Langfassung verfügbar.

Totholz kommt natürlicherweise an allen lebenden Gehölzen vor und ist ein wichtiger Lebensraum für bestimmte höhlenbrütende Vögel, zahlreiche Insekten und andere Lebewesen.

Aus stärkeren (Laubholz)baumscheiben oder Bündeln kleinerer Äste und Zweige des ‚toten‘ Holzes lassen sich mit sehr geringem Aufwand auch Nisthilfen für Wildbienen bauen. Gehölzschnitt – Totholz weiterlesen