Autor: Gregor Dietrich
Als hohe blaue Blütenkerzen im Staudenbeet oder bunte Sommerblumen kennen wir den Rittersporn. Aber auch rote und gelbe Töne gibt es in dieser Pflanzengattung.
Ist Rittersporn jetzt eine Staude oder einjährig? Diese Frage wird oft gestellt. Kultivierter Rittersporn der 350 – 400 Arten zählenden Gattung Delphinium ist zumeist mehrjährig, also eine Staude. Einige Arten sind allerdings nicht ganz winterhart und werden daher bevorzugt einjährig kultiviert. Wirklich einjährige Arten der Gattung werden bei uns nur von ein paar Pflanzenfreaks kultiviert. Der einjährige Rittersporn der Gärten gehört in die kleine, eine Hand voll Arten zählende Gattung Ackerrittersporn (Consolida).
‘Arten- und Sortenbeschreibung von Rittersporn’ weiterlesen
Die Lebensformen der Pflanzen
Autor: Gregor Dietrich
Frühling wird es. Allerorten keimt und sprießt es. Bäume, Sträucher, Stauden, Sommerblumen. Doch was ist das eigentlich. Wo sind die Grenzen? Ein genauer Blick in den Garten und an den Wegesrand zeigt, dass keine Einteilung für alle Pflanzen passt. Beobachten Sie Ihre Lieblingspflanzen durch den Jahreslauf, und versuchen Sie herauszufinden, wie diese am besten zu benennen sind.
Unter Stauden verstehen verschiedene Menschen unterschiedliches. Dem botanischen oder gärtnerischen Vollprofi ist klar, dass es sich hiebei um nicht holzige ausdauernde Pflanzen handelt – von der kleinen Polsterpflanze bis zur Riesenbärenklau. Für Laien hingegen ist eine Staude ein Strauch. Woher kommt die Sprachverwirrung? Ganz einfach: Ursprünglich sind Stauden die hohen Pflanzen, die Entlang von Gewässern, um Viehläger oder am Rand der Wälder wachsen – unabhängig davon, ob holzig oder krautig.
‘Botanik – Lebensformen’ weiterlesen
Veröffentlicht am
30. August 2005 in
Europa, Gartenbau, Gehölze, Gehölzschnitt, Gesundheit, Kletterpflanzen, Kochbuch, Kultur, Naturschutz, Pflanzen, Tiere und Wetter.
Tags: Ahorn, Apfel, AT, Biotopverbund, Birne, Giftpflanze, Hasel, Hecke, Heilpflanze, Insekt, Nahrungskette, Nutzgarten, Nutzpflanze, Quitte, Rose, Vogel, Zugvogel.
Wer frisst an meiner Hecke?
Autor: Gregor Dietrich
Hecken sind der Früchtemarkt einer Landschaft, Energielieferant für viele Tiere vor und während des Winters. Viele Gewächse fruchten im Herbst und preisen ihre Früchte in leuchtenden Farben an. Mit bunten, zucker- und vitaminreichen Hüllen locken Pflanzensamen Tiere zu ihrer Verbreitung an.
Ob Apfelfrüchte wie Weißdorn und Vogelbeere, Steinfrüchte wie Schlehe und Schneeball, Beeren wie Berberitze und Heckenkirsche, Sammelfrüchte wie Hagebutte und Brombeere – sie alle locken mit ihren Farben unterschiedlichste Tiere zum Verzehr. Jetzt im Herbst reifen die meisten Arten. Denn Zugvögel bieten nun die Chance zur Fernverbreitung. Auch die verbleibenden Vögel vergrößern im Winter ihren Aktionsradius, um ausreichend Nahrung zu finden, und sind auf Früchte angewiesen. So haben Pflanzen die jetzt fruchten und bis in den Winter frisch bleiben sowohl die Chance zur Fernverbreitung als auch größere Chancen in der Umgebung einen neuen Standort zu besiedeln.
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Veröffentlicht am
18. Mai 2005 in
Gartenbau, Gehölze, Kletterpflanzen, Pflanzen und Stauden.
Tags: Balkon, Fassadengrün, Frühjahr, Giftpflanze, Heilpflanze, Kalk, Kübel, Ranksystem, Schlinger, Stadtgarten, Wildgehölz.
Kletterpflanzen im Kübel
Beispiel: naturnah und pflegeleicht
Autor: Andreas Regner
Standortbedingungen in Kübeln sind gegenüber dem 'normalen' Gartenboden extrem
- Frost wirkt auf Kübel wesentlich stärker als auf die (gewachsene) Erde. In etwa entspricht die Aussenlufttemperatur der im Kübel messbaren.
- Staunässe hat schon mancher Pflanze den Garaus gemacht und umgekehrt sind die Pflanzen sehr schnell von Trockenheit gefährdet.
- Diese Gefährdung durch Trockenheit beruht zum einen auf dem im Verhältnis zur Wurzelmasse am Naturstandort meist winzigen Pflanzbehältnis. Zum anderen werden Kletterpflanzen oftmals in unmittelbarer Nähe zum Haus gepflanzt. Standorte am Haus sind aber meist recht trocken (Dachüberstände; Wärmeabstrahlung der Steine u.a.).
Diese drei Faktoren wirken bei einer Kübelpflanzung auf einem Balkon oder an ähnlich exponierten Standorten verstärkt.
Sie sollten daher stets prüfen, ob es zur Kübelkultur keine Alternative zur Pflanzung in den vorhandenen Boden gibt. Diese wäre mit weniger Arbeitsaufwand und besseren Lebensbedingungen für die Pflanze(n) verbunden.
‘Kletterpflanzen – Kübelpflanzung’ weiterlesen
Veröffentlicht am
23. April 2005 in
Botanik, Europa, Gartenbau, Gehölze, Gehölzschnitt, Gesundheit, Kiel, Kinder, Kochbuch, Kultur, Obst, Pflanzen und Tiere.
Tags: Abfall, Afrika, Ahorn, Baum, Giftpflanze, Heilpflanze, Holz, Nahrungskette, Neophyt, Nutzgarten, Nutzpflanze, Robinie, Schmetterling, Vogel, Wildbiene, Wildgehölz.
Ein Loblied auf den Holler, das heilige Gehölz
Autor: Gregor Dietrich
Vor dem Holunder muß man den Hut ziehen, sagt eine alte Weisheit. Ihn umzuschneiden oder sein Holz zu verbrennen bringt Unglück. Wo diese Regeln ihren Ursprung haben erklärt Ihnen dieser Beitrag.
Mitten im Juni läßt sie es schneien, die Frau Holle, wenn sie ihre Kissen, die Doldenrispen des Hollerbuschs, in dem sie, die germanische Holla, wohnt, ausschüttelt. Sie, der strenge und hilfreiche Schutzgeist für Haus und Hof, gab dem Holunder vielleicht den Namen – vielleicht auch umgekehrt. Das Wort Holunder leitet sich vom althochdeutschen holuntar ab. Hier versteckt sich der selbe Wortteil wie in Wacholder und Massholder (Feld-Ahorn): die Nachsilbe -dra bedeutete bei den Germanen Baum (englisch: tree). Bei anderen Bäumen ist dieses Suffix durch -baum ersetzt worden (apholdra – Apfelbaum). Holunder ist also der Baum der Holla. Ein anderer Name stammt aus dem Niederdeutschen ist Ellhorn oder Alhorn, wovon sich unser Ahorn ableitet. Er bezeichnete einfach unangenehm riechende Gehölze. Ebenfalls kurios mutet uns eine andere Bezeichnung an: Flieder. Sie stammt erst aus dem Mittelniederdeutschen des 16. Jahrhunderts und bezeichnete exklusiv den Holunder. Seit dem 18. Jhdt. wurde diese Bezeichnung nach und nach, wohl wegen der späten Blütezeit und des starken Geruches, auf den eingeführten Exoten Syringa übertragen. Zunächst mit Beinahmen: Spanischer oder Türkischer Flieder.
‘Gehölze – Wildgehölze – Holunder’ weiterlesen
Auswahl lieferbarer Arten und Sorten
Eine Pflanzanregung zur Kübelpflanzung mit Kletterern finden Sie auf der Seite
Kletterpflanzen in Kübeln.
Veröffentlicht am
18. Januar 2005 in
Botanik, Europa, Gartenbau, Gehölze, Gehölzschnitt, Gesundheit, Kochbuch, Kultur und Pflanzen.
Tags: Baum, Baumschutz, Buche, Esche, Giftpflanze, Holz, Nutzpflanze, Pflanzengesellschaft, Tanne, Vogel, Wald.
Taxus baccata, Eibe
Autor: Andreas Regner
Klasse: Taxopsida, Eibenähnliche
Ordnung: Taxales, Eibenartige
Familie: Taxaceae, Eibengewächse
Verbreitung: Pflanzensoziologische Kennziffer (nach Ellenberg): 8.4. Selten vorkommend im Unterholz (Unterstand) von Buchen-, Tannen- oder Eschenwäldern der montanen und submontanen Stufe (Tiefland bis ca. 1300 m NN). Meist an steilen Hängen oder in Taleinschnitten auf sickerfrischen Ton- und Lehmböden bis hin zu sandig-steinigen Böden in luftfeuchter und wintermilder Klimalage.
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