Tag-Archiv für 'Gewürz'

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Wildkräuter – Löwenzahn – Salat

Löwenzahnsalat

Autorin: Ira

Man nehme eine rote! Zwiebel, einen Apfel, beides in dünne Scheiben schneiden (die Zwiebel sollte in schönen roten Ringen im Salat erscheinen)
1 Eßl guten Weißweinessig oder weißen Acetico Balsamico
1 Eßl Färberdistelöl
1 Prise Zucker
2 Eßl Sonnenblumen- oder Sojakerne
etwas Dill
Alles schön mischen (Salz und Zucker müssen nicht sein, können aber je nach Geschmack gut verwendet werden) und zieht dann vorsichtig aber schnell 100 ml süße Sahne unter. Diese Mischung sollte dann ca.1 Stunde kühl stehen, damit sich die Aromen gut mischen. In der Zeit dann raus und Löwenzahn suchen, gut waschen, etwas entstiehlen (die Stiele sind ein bischen Herber als der Rest)
Mit dem Löwenzahn mischen und sofort auf den Tisch!
Ist Vollwertkost und eigentlich hat man bis auf Essig und Öl alles im Garten!


Wildkräuter – Bärlauch – Suppe

Bärlauchsuppe

Autorin: Elisabeth

Einen Bund Bärlauch nudelig schneiden.

Einen Eßlöffel Mehl in Butter anschwitzen, Bärlauch dazu geben, mit Wasser oder Milch (wird sämiger) aufgießen, ein paar Minuten köcheln lassen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wer will kann mit dem Mixstab eine Cremesuppe daraus machen. Mit Sahne oder Sahnehäubchen verfeinern. Als Einlage kommen angeröstete Schwarzbrotwürfel dazu.
MMMHhhhhhhhhh. Gibts bei mir sooft als möglich, wenn es frischen Bärlauch gibt.
Aber heuer wird mir das Bärlauchpesto hoffentlich ein bißchen länger über die Runden helfen.


Blaudolde, Trachymene coerulea

Pflanze des Jahres 2002: Trachymene coerulea, Blaudolde oder Hügelie
vorgestellt von der ÖGG

Autor: Gregor Dietrich und Helmut Reisenberger

Einst populär, dann in Vergessenheit geraten und jetzt aus gegebenem Anlass wieder entdeckt: Die Hügelie. Der heute korrekte Name ist Trachymene coerulea. Ein weiteres Synonym, das immer wieder in der Literatur und sogar in aktuellen Katalogen auftaucht ist Didiscus caeruleus.

Der Name Huegelia stammt von H.G. Reichenbach, der im Jahr 1828 ein prächtig blühendes Exemplar von Carl v. Hügel, der im Jahr zuvor die Gründung der Österreichischen Gartenbau-Gesellschaft angeregt hatte, erhalten hatte. In den zwanziger Jahren des 19. Jahrhunderts züchtete der ÖGG-Gründer in seinen Gewächshäusern in Wien Hietzing bereits eine beachtliche Anzahl exotischer Pflanzen. Sein besonderes Interesse galt den so genannten Neu-Holländern, wie damals die Flora Australiens bezeichnet wurde. Die meisten dieser einst beliebten Zierpflanzen vom fünften Kontinent sind längst vom europäischen Markt verschwunden und harren ihrer Wiederentdeckung.
Die Hügelie wurde aus gutem Grund zur Pflanze des Jahres 2002 gewählt. So soll im Jubiläumsjahr – 175 Jahre Österreichische Gartenbau-Gesellschaft – der Initiator und Gründer dieser Institution besonders gewürdigt werden.
‘Blaudolde, Trachymene coerulea’ weiterlesen


Stauden – Giersch, Aegopodium podagraria

Aegopodium podagraria oder: einmal Giersch – immer Giersch

20 Tipps für die erfolgreiche Kultur von Giersch

Ich habe habe ihn auch schon gesehen – den gierschfreien Garten. Ich erinnere mich genau, es war ein schöner sonniger Sommertag…

Hier könnte jetzt ein fesselnder Tatsachenbericht folgen, doch Spass beiseite: Es gibt ihn wirklich, den gierschfreien Garten. Überwiegend ist er zurückzuführen auf das Fehlen günstiger Standortbedingungen für den schönen Doldenblütler! Dem kann Abhilfe geschaffen werden:

  • Tip 1-3 In einem sonnigen Garten mit magerem und trockenem Sandboden wird man allenfalls mickerige Exemplare finden. Also: Schaffen sie die richtigen Standortbedingungen: Halbschattig (- schattig), gute Nährstoffversorgung und ausreichende Bewässerung sichern maximale Erträge!
  • ‘Stauden – Giersch, Aegopodium podagraria’ weiterlesen


Giftpflanzen – Antworten

Auswahl verschiedener Reaktionen

Vielen Dank!
Die Vielzahl der Kritiken zu meiner Giftpflanzenseite hat mich überrascht und gefreut. Zum Teil konnte ich diese in meinen Beitrag einarbeiten.

Um das facettenreiche Bild der Diskussion wiederzuspiegeln, möchte ich nachfolgend eine Auswahl der Antworten aus verschiedenen Foren bzw. welcher, die direkt an mich gingen, veröffentlichen.

Die nachfolgenden Beiträge sind (mit den Autor/inn/en abgesprochen) gegenüber dem 'Original' zum Teil leicht verändert – dabei handelt es sich im wesentlichen um Kürzungen der Grussformeln u.ä.
‘Giftpflanzen – Antworten’ weiterlesen


Kräuterspirale

Kräuterspiralen: Standortunterschiede auf engstem Raum

Autor: Andreas Regner

Kräuterspiralen (Kräuterschnecken) können mit sehr unterschiedlichen Materialien gebaut werden. Grundgestaltungsprinzip ist der Versuch, auf sehr begrenztem Raum sehr unterschiedliche Standortverhältnisse in Bezug auf Nährstoffe, Wasserversorgung und Licht zu schaffen. Für die eigentliche Vermauerung eignen sich u.a. Feldsteine, Werksteine (Beton (z.B. zertrümmerte Gehwegplatten), Tonklinker) und Holz.

Wenn die Kräuterspirale über ihre Bedeutung als gestalterisches oder symbolisches Mittel im Garten hinausgehen soll, benötigt sie eine gewisse Höhe: Unter 100-150 cm Höhe wird es schwer, wirklich verschiedene Standortbedingungen zu erreichen.
‘Kräuterspirale’ weiterlesen


Giersch

Dies ist eine Teildokumentation eines Diskussionsprozesses in der newsgroup de.rec.garten von 2001.

Sie basiert auf einem Teil der Internetseiten von Ralf Gutzki, der die Artikel zusammengetragen hat. Diese Texte sind als Diskussionprozess zu verstehen und dementsprechend unvollständig. Sie geben nicht immer meine Auffassungen wieder. Ergänzungen und Kritiken sind am besten in de.rec.garten anzubringen – der newsgroup aus der diese faq (Häufig gestellte Fragen) entstand/entsteht.
Selbstverständlich können sie auch im forum auf planten.de diskutiert werden. Die Empfänger-Adresse einer derartigen Diskussion sollte dann aber wieder die newsgroup sein.

Bitte beachten Sie auch die anderen Artikel zum Thema Giersch auf planten.de.

Andreas Regner

Aegopodium podagraria, Giersch, Geisfuss

Beitrag von: Ralf Gutzki, Stand: 27.02.2001

Name und Bedeutung:
Aegopodium (Apiaceae): gr. aigos = Ziege, podion = Füßchen (wg. der Blattform); “Geißfuß”, “Giersch” ;
podagrius, podagrarius = gegen die Podagra (Gicht)

Die Pflanze ist sehr robust und überlebt sogar im Kompost (siehe Ausnahme Beitrag von Bernhard).
Selbst aus kleinen Wurzelstückchen wächst eine neue Pflanze.
Bei uns fressen es die Meerschweinchen, aber auch Menschen können es essen (Stielmus).
Um den Garten davon Frei zu bekommen muss die Erde Gesiebt werden und jedes Stückchen in den Abfalleimer wandern.
Oder immer wieder herausreißen und verarbeiten als:
* Futter
* Essen (Triebe im Frühjahr) Rezepte
* Umschläge gegen Gicht und Rheuma, Hämorrhoiden.

Inhaltsstoffe: Bisher wenig erforscht. äth. Öl, in den Wurzeln ein Polyin.

Ralf Gutzki

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Giersch
Beitrag von: Bernhard Albert, Stand: 18.02.2001

Das mit dem Kompost stimmt nur bedingt. Da wo mir der Geduldsfaden gerissen ist und praktisch nichts anderes mehr wuchs, habe ich getan, als sei die Gierschlandschaft ein Stück Wiese, ich habe ihn abgestochen wie Rasensoden, allerdings mit der Grabgabel, um die Wurzeln möglichst wenige zu teilen, habe dann möglichst viel Erde rausgeschüttelt und die “Soden” umgedreht in einen geschlossenen Plastikomposter getan. Das Jahr über habe ich diesen “Kompost” gleichmäßig feucht gehalten, nach 12 Monaten war keine lebendige Gierschwurzel mehr vorhanden. Heuer kommt die nächste Gierschwiese dran und dann kommt nächste Jahr ein gemeines Stück Wiese dran, auf dem nur Quecke steht und das ich dann neu einsäe. Beim Erde rausschütteln, muß man genau schauen, ob irgendwo noch ein helles Würzelchen schimmert und ab in den Kompost und die nächsten sechs Wochen darf man nicht einsäen, sondern muß zielsicher jedes karge Grün, das sich blicken läßt, samt Wurzel entfernen.
So habe ich mit den Jahren gut 160 Quadratmeter fast reine Gierschflächen frei bekommen.

Gruß
Bernhard

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Giersch
Beitrag von: Hannes Birnbacher, Stand: 27.2.2001

Giersch ist ein hartnäckiges, kriechendes Unkraut, das schnell ganze Gärten mit kniehohem Bewuchs bedeckt.

Die Vermehrung geschieht
a.) über Ausläufer, die sich viele Meter lange durch losen Mulch, aber auch tief durch feste Erde schieben. Die Wurzelwerke einer einzigen Ausgangspflanze können typischerweise 10 mtr. lange Triebe in harter Erde bilden, Hindernisse von 25 cm Tiefe unterqueren und einen geschlossenen Wurzelteppich von zehn Zentimeter Dicke ausbilden.
b.) Über Flugsamen aus den doldenförmigen Blüten. Giersch bevorzugt ausreichend feuchte Standorte in lockerem Boden.

Es ist deshalb außerordentlich schwer, Giersch dauerhaft zu bekämpfen, weil aus jedem noch so kleinen Wurzelstück eine neue Pflanze sprießt.

Gegenmaßnahmen:
- Bei regelmäßigem Mähen (auf Rasen) und Hacken (auf Beeten) verkümmert Giersch alsbald zur Bedeutungslosigkeit. Werden die Pflegemaßnahmen unterlassen, breitet sich Giersch schnell wieder aus.
- Umgraben und feines Aussieben des betreffenden Erdreiches ca. zwei Spatenblätter tief. Hierbei muß in den ca. zwei folgenden Jahren darauf geachtet werden, neu hervortretende Triebe aus den unvermeidlichen Wurzelresten, die die Siebgröße unterschreiten, gründlich zu entfernen.
- Auf derzeit ungenutzten Flächen dick mit Grasschnitt mulchen und nach einigen Monaten oder im nächsten Jahr die Gierschpflanzen zusammen mit dem Mulch aufrollen. Die in der Erde verbleibenden Wurzelreste sind schwächer und wachsen weniger tief, als es sonst der Fall gewesen wäre, da der Giersch lockere Oberflächenschichten dankbar annimmt, um sich durch Ausläufer zu verbreiten.
- Wo alle Möglichkeiten versagen (z.B. bei Durchdringung des Wurzelwerkes von Gehölzen, die zu wertvoll sind, um mit dem Giersch zusammen vernichtet zu werden), kann Giersch noch mit dem Wachstumsgift Roundup bekämpft werden. Roundup sollte wegen seiner globalen Wirkung auf gar keinen Fall gespritzt oder gegossen werden, sondern muß auf alle Blätter einzeln aufgebracht werden. In Kleingartenanlagen kann sein Einsatz durch Satzung ausgeschlossen sein und zum Verlust des Gartens führen.

Vorsichtsmaßnahmen:
Wurzelreste von Giersch werden im Kompost nur vernichtet, wenn dieser sachgemäß aufgesetzt ist. Dies ist der Fall, wenn das Innere zu Asche verkohlt. Die Außenbereiche der Komposthürde entgehen oft der vollständigen Umwandlung, da sie so aufgesetzt werden müssen, daß sie Luft- und Wasserzutritt gewährleisten. Es wird daher geraten, Wurzel- und Pflanzenreste von Giersch lieber außer Haus zu entsorgen.
Gierschpflanzen, die nicht entfernt werden können, sind vor der Blüte abzumähen, um ihre Verbreitung über weite Flächen zu verhindern. Man sollte in seiner Nachbarschaft darauf achten und ggf. Hilfe anbieten.

Abgrenzung:
Hat man das Problem, daß Giersch vom Nachbargrundstück oder von einem Beet her einwandert, sind senkrecht eingegrabene, jeweils zur Hälfte schuppenförmig überlappende Zeitungen oder Illustrierte eine gute und, wie ich meine, umweltfreundliche Abgrenzung. Beton oder Wellplastik sind zu schwer zu entsorgen. Plastikfolien werden unvermeidlich durchlöchert und sind daher unwirksam.
Bei einer unterirdischen Sperre ist immer noch darauf zu achten, durch Flugsamen entstandene Jungpflanzen sofort gründlich zu entfernen.

Als unwirksam festgestellte Maßnahmen:
Untergraben, mit Mulch, schwarzer Folie oder Zeitungen auch jahrelang bedecken, häckseln ist alles nicht wirksam zur Bekämpfung des Giersch oder fördert oft noch dessen Verbreitung.


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(Links aktualisiert)
Auf planten.de (Andreas Regner) gibt es mehrere Seiten, die sich mit Giersch beschäftigen:

20 Tipps für die erfolgreiche Kultur von Giersch; Satire

Gierschrezepte u.a.m.

forum.planten.de
(aktueller Giersch-Thread im gartenlandschaftsforum)

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Rezepte:
Salat (Ralf Gutzki)
aus fein zerschnittenen oder auch nur zerpflückten, ganz jungen Blättern – waschen und mit Öl, Salz und wenig Essig oder Zitrone angemacht.

Außerdem vielseitig verwendbar als Würzkraut in Salat, Fleisch- und Gemüsegerichten, sowie zu Suppen.
ACHTUNG! Der Geschmack ist gewöhnungsbedürftig. Vielen kommt er zunächst etwas unangenehm vor, besonders im gekochten Zustand.

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Gierschsuppe (Hans-Juergen Lukaschik)
Die sauber gewaschenen Blätter und Triebe hacken. Aus einer kleingeschnittenen Zwiebel, Fett und etwas Mehl eine Schwitze herstellen, mit Milch oder Wasser auffüllen. Gewürfelte Kartoffeln zugeben, mir Salz und Pfeffer würzen. Kurz bevor die Kartoffeln gar sind, den Giersch zugeben und noch 10 – 15 Minuten köcheln lassen.

Gefüllte Tomaten (Hans-Juergen Lukaschik)
Deckel abschneiden, Mark und Saft heraus heben und pürieren. Gekochten, fein zerkleinerten Giersch mit dem Tomatenpüree und ein bis zwei Eiern mischen, mit Salz und Pfeffer würzen und die Tomaten mit der Mischung füllen. Deckel drauf und etwa 30 Minuten in den vorgeheizten Backofen stellen.





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