Veröffentlicht am
23. November 2003 in
Botanik, Gartenbau, Gehölze, Kletterpflanzen, Kultur, Naturschutz, Obst, Pflanzen, Stauden und Tiere.
Tags: Ahorn, Artenschutz, Artenvielfalt, AT, Baum, Baumschutz, Eiche, Giftpflanze, Hasel, Italien, Kalk, Kirsche, Landwirtschaft, Linde, Moor, Neophyt, Nutzpflanze, Pflanzengesellschaft, Robinie, Rose, Trockenrasen, Wald, Wildgehölz.
Das Weinviertel botanisch betrachtet
Autor: Gregor Dietrich
Wir müssen nicht immer in die Ferne reisen, um botanisch aufregende Gebiete zu entdecken.
Am Beispiel des Weinviertels wird gezeigt, wie interessant die Flora unserer Heimat sein kann.
Klimatisch gesehen liegt das Weinviertel am Westrand der pannonisch beeinflußten Zone. Das bedeutet heiße, trockene Sommer und schneearme, kahlfrostreiche Winter. Weiter westlich gibt es nur mehr die Wachau und kleinräumige pannonische Enklaven. Geologisch gesehen wird die Landschaft von jungtertiären Tonen und Sanden sowie Löß geprägt. Ursprünglich herrschten wohl pannonische Eichenmischwälder vor. Meist waren Reichfrüchtige Trauben-Eiche (Quércus petráea ssp. polycárpa) und Hainbuche (Cárpinus bétulus) die Leitbäume. An feuchteren Stellen wurde die Trauben-Eiche von der Stiel-Eiche (Quércus róbur) abgelöst. Auf den trockenen Hügeln verschwand die Hainbuche und die Flaum-Eiche Quércus pubéscens prägte das Bild. Im Osten des Gebietes, auf kalkärmeren Böden spielte auch die Zerr-Eiche (Quércus cérris) eine Rolle. Weitere wichtige Bäume der pannonischen Wälder sind Feld-Ahorn (Ácer campéstre), Elsbeere (Sórbus torminális) und Winter-Linde (Tília cordáta). Für die Strauchschicht sind Roter Hartriegel (Córnus sanguínea), Dirndlstrauch (Córnus mas), Pimpernuß (Staphyléa pinnáta), Hasel (Córylus avellána) und Purgier-Kreuzdorn (Rhámnus cathártica) charakteristisch.
‘Botanik – Weinviertel’ weiterlesen
Veröffentlicht am
27. August 2003 in
Botanik, Gehölze, Gesundheit, Kletterpflanzen, Pflanzen und Stauden.
Tags: Blütenbiologie, Exoten, Giftpflanze, Heilpflanze, Kalk, Nomenklatur, Nordamerika, Nutzpflanze, Südamerika, Vogel, Winder.
Morgendliche Pracht
Autor: Gregor Dietrich
Winden – was für ein armseeliger Name für diese Herrlichkeit! Der englische Name Morning Glory trifft viel mehr, was man beim Anblick dieser Pflanzen fühlt.
Ich will es gleich gestehen: Von Kindheit an gehörten Winden für mich zu den faszinierendsten Gewächsen. Ich werde aber versuchen objektiv zu schwärmen. Es sind ja nicht alle Arten schön. Die Familie selbst ist mit etwa 2000 Arten nicht besonders groß. Die Kronblätter aller Arten sind untereinander verwachsen – meist so weit, dass die Blütenkrone in der Aufsicht kreisförmig ist. Die Einzelblüten halten oft nur wenige Stunden, bei vielen Arten öffnen sie sich in der Morgendämmerung und verblühen in der Mittagssonne, was ihnen ihren englischen Namen eingebracht hat. Ca. 55 Gattungen werden derzeit anerkannt. Nur wenige Arten werden bei uns kultiviert, doch hätten es viel mehr verdient in Kultur verbreitet zu sein. Zumeist begegnen wir ihnen in unseren Gärten als einjährige Schlinger. Das ist nicht weiter verwunderlich, handelt es sich doch um eine vorwiegend tropische Familie. Doch es gibt auch einige Stauden. Als Kübelpflanzen werden in Zukunft hoffentlich mehr Arten Verwendung finden, für das Zimmer werden viele Arten leider zu groß.
‘Winden’ weiterlesen
Veröffentlicht am
17. Mai 2002 in
Gartenbau, Gehölze, Kletterpflanzen, Kultur, Obst und Pflanzen.
Tags: Exoten, Frühjahr, Gemüse, Giftpflanze, Heilpflanze, Herbst, Nutzgarten, Nutzpflanze, Ranksystem, Rose, Schlinger, Sommer, Wildgehölz, Winder, Winter.
Bunte Pergolen
Autor: Gregor Dietrich
Eine durch das ganze Jahr blühende Pergola ist das überhaupt machbar? Mit der richtigen Pflanzenauswahl, ja. Doch muß man neben Blühabfolge und farblichem Zusammenspiel auch Wuchsstärke und die Art des Kletterwachstums beachten.
Eine Pergola im Garten, hübsch berankt und lichten Schatten spendend, ist ein beliebtes Gestaltungselement. Doch schon im Vorfeld der Planungsarbeiten sollten Sie sich überlegen, welche Pflanzen hier einmal wachsen sollen, denn die Belastbarkeit verschiedener Ausführungen ist unterschiedlich. Viele Kletterpflanzen stellen eine enorme Last dar. Clematis montana oder Silberregen-Flügelknöterich (Fallopia baldschuanica, im Handel meist als Polygonum aubertii) gehören zu den Arten, die besonders stabile Konstruktionen verlangen. Aber da gibt es noch etwas zu berücksichtigen: Viele Pflanzen können nicht um dicke Pfosten schlingen, sondern benötigen eine Gitterkonstruktion zwischen den Pfosten. Andere Arten wieder, wie der Blauregen (Wisteria) bilden einen dicken Stamm, der enge Gitterkonstruktionen aus Holz sprengt, während Metallgitter einwachsen, was die Pflanze schädigt. Wird nun ein Gitter zwischen zwei Pfosten gespannt, ohne einen größeren Abstand zwischen dem vom Blauregen zu umschlingenden Pfosten und dem Gitter zu lassen, oder setzt man den Blauregen ans Gitter, so bleiben zwei Möglichkeiten:
Zu dick werdende Äste wegschneiden eine mühsame, den Flor einschränkende Methode.
Die schlingenden Triebe rechtzeitig ausfädeln und aussen hochziehen, erst oben Verzweigung zulassen, damit die Pflanzen eine Laub- und Blütendach bilden können.
‘Kletterpflanzen – Pergola’ weiterlesen
Veröffentlicht am
19. Dezember 2001 in
Gartenbau, Gehölze, Kletterpflanzen, Kochbuch, Kultur, Obst und Pflanzen.
Tags: Asien, Australien, Frühjahr, Kleingarten, Nutzgarten, Nutzpflanze, Ranksystem, Schleswig-Holstein, Schlinger, Winder.
Actinidia arguta, Kiwi
Autoren: punga, Andreas Regner
Standortansprüche: Der Boden muß humos, feucht (nicht nass!) und tiefgründig sein.
Klettermodus/Trieb: Eine Kiwi ist eine Schlingpflanze (= Schlinger = Winder) und kann sich auf ca 25 m2 ausdehnen!
Sie wächst hervorragend an geschützten Pergolen und Wänden auch in rauherem Klima, sie braucht auf jeden Fall ein Stützgerüst.
Befruchtungsbiologie: Kiwis sind zweihäusig – weibliche und männliche Blüten wachsen auf getrennten Pflanzen. Auf 5-10 weibliche Pflanzen reicht eine männliche zur Bestäubung. Es gibt einige Sorten, die einhäusig sind.Blüte: Vollfrühling.
‘Kletterpflanzen – Kiwi’ weiterlesen
Wisteria, Blauregen
Autor: Andreas Regner
Kübeleignung:
Beachten Sie zu dieser Thematik bitte auch die Seite Kübelpflanzung von Kletterern.
In dem Buch 'Fassaden- und Dachbegrünung von Köhler u.a. (Besprechung s.u.) wird die Kübeleignung des Blauregens wie folgt beurteilt
Wurzelsystem: tiefwurzelnd
Frosthärte: relativ frosthart
Staunässe: verträgt etwas Staunässe
Trockenheit: trockenheitsverträglich
Kübeleignung: Für Kübel geeignet.
‘Kletterpflanzen – Blauregen’ weiterlesen
Veröffentlicht am
21. Juli 2001 in
Botanik, Europa, Gartenbau, Gehölze, Gesundheit, Kletterpflanzen, Kochbuch, Kultur, Pflanzen, Stauden und Tiere.
Tags: Afrika, Asien, China, Exoten, Gemüse, Giftpflanze, Heilpflanze, Kleingarten, Nordamerika, Nutzgarten, Nutzpflanze, Südamerika.
Eine Familie stellt sich vor: Kürbisgewächse
Autor: Gregor Dietrich
Informieren Sie sich darüber, was die Verwandtschaft des Kürbisses noch so alles zu bieten hat.
Die Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae) enthält ca. 120 Gattungen und 800 Arten. Meist sind es einjährige Kräuter oder Stauden, selten Halbsträucher oder ein kleiner Baum. Die meisten Arten ranken. Die Blüten sind meist eingeschlechtlich und gelb, grünlich, selten weiß und noch seltener rot gefärbt. Bitterstoffe sind in der Familie häufig und wurden bei den Kulturarten weggezüchtet. Die Familie wird in mehrere sogenannte Triben, Gattungsgruppen, unterteilt.
‘Gemüse – Kürbis’ weiterlesen
Morgendliche Pracht
Autor: Gregor Dietrich
Winden – was für ein armseeliger Name für diese Herrlichkeit! Der englische Name Morning Glory trifft viel mehr, was man beim Anblick dieser Pflanzen fühlt.
Ich will es gleich gestehen: Von Kindheit an gehörten Winden für mich zu den faszinierendsten Gewächsen. Ich werde aber versuchen objektiv zu schwärmen. Es sind ja nicht alle Arten schön. Die Familie selbst ist mit etwa 2000 Arten nicht besonders groß. Die Kronblätter aller Arten sind untereinander verwachsen – meist so weit, dass die Blütenkrone in der Aufsicht kreisförmig ist. Die Einzelblüten halten oft nur wenige Stunden, bei vielen Arten öffnen sie sich in der Morgendämmerung und verblühen in der Mittagssonne, was ihnen ihren englischen Namen eingebracht hat. Ca. 55 Gattungen werden derzeit anerkannt. Nur wenige Arten werden bei uns kultiviert, doch hätten es viel mehr verdient in Kultur verbreitet zu sein. Zumeist begegnen wir ihnen in unseren Gärten als einjährige Schlinger. Das ist nicht weiter verwunderlich, handelt es sich doch um eine vorwiegend tropische Familie. Doch es gibt auch einige Stauden. Als Kübelpflanzen werden in Zukunft hoffentlich mehr Arten Verwendung finden, für das Zimmer werden viele Arten leider zu groß.
‘Kletterpflanzen – Winden’ weiterlesen